Distelfalter – eine biblische Plage?

Da fühlt man sich doch fast an biblische Plagen erinnert: Millionen von Distelfaltern sind in Deutschland eingefallen, besonders im Großraum Jena, aber auch in München und Nürnberg, Karlsruhe und Mainz. Allerdings sind die Viecher nicht eklig, sondern eher hübsch anzuschauen: gelbbraun mit schwarz-weißem Muster und nicht größer als Tagpfauenaugen. Normalerweise treten die Tierchen aber nicht in solchen Massen auf wie zurzeit, versichern Wissenschaftler. Sie vermuten, in den Herkunftsregionen könnte das Futter für die Falter knapp geworden sein. Möglicherweise sei aber auch das Wetter schuld – das kann man schließlich immer als Grund heranziehen, wenn man nichts Genaues weiß…

Distelfalter ziehen jedes Jahr von Afrika über das Mittelmeer nach Mittel- und Nordeuropa, um sich in diesen Gefilden zu vermehren. Viel mehr weiß man allerdings noch nicht über sie. Nur, dass sie keine großen Schäden anrichten. Die Raupen des Falters ernähren sich hauptsächlich von Disteln – aha, daher der Name! – und Brennesseln.

Na, Gott sei Dank, doch keine biblische Plage!