Peinliche Panne im Berliner Zoo

Zoo-Direktoren leben gefährlich. Zumindest, wenn sie sich so ungeschickt und laienhaft anstellen wie der Berliner Zoodirektor Blaszkiewitz. Dem hat Schimpansenmann Pedro einen Finger abgebissen, als sein „Chef“ ihn mit Walnüssen fütterte – wohlgemerkt: direkt aus der Hand. Blaszkiewitz hatte einen Bekannten „hinter die Kulissen“ des Zoos geführt und dabei diesen Fehler begangen, den sich echte Profis kaum leisten.

Das hat er hinterher auch gleich selbst zugegeben, wie man zu seiner Ehrenrettung hinzufügen muss. „Ich bin selbst schuld“, soll er gesagt haben. Schließlich hatte er leichtsinnig alle gängigen Sicherheitsvorschriften außer Acht gelassen –  und postwendend wieder einmal vor Augen geführt bekommen, dass auch Zootiere keine Schmusetiere sind. Vor allem Menschenaffen können dem Menschen äußerst gefährlich werden.

Jetzt kämpfen die Chirurgen darum, Blaskiewitz seinen Finger wieder anzunähen und funktionstüchtig zu erhalten. Mehr zu diesem Thema lesen Sie hier.

Ich überlasse es anderen, die müßige Frage zu beantworten, ob das auch im Tiergarten Nürnberg hätte passieren können. Da braucht man nicht lange nachzudenken und nicht zu recherchieren – natürlich hätte es, wenn sich jemand von den Mitarbeitern so – naja – angestellt hätte. Allerdings gibt es am Schmausenbuck keine Schimpansen. Aber vielleicht kann Gorilla Fritz seinen Chef auch nicht leiden und wartet schon auf eine günstige Gelegenheit? Wer weiß? Dag Encke sollte sich also lieber in Acht nehmen!