Die Wüste lebt – aber wie lange noch?

Ölscheichs, unwirtliche Landschaften, öde Wüste, so weit das Auge reicht: Mit solchen Bildern assoziiert man normalerweise die Region der Arabischen Halbinsel. Zum Teil stimmt das auch so. In der größten Sandwüste der Welt, Rub al-Khali, haben es beispielsweise nur wenige Tierarten geschafft, sich an die dortigen Lebensbedingungen anzupassen.

Aber es gibt auf der Halbinsel auch Gegenden, in denen die Wüste sozusagen lebt: Bergregionen, ausgetrocknete Flusstäler und Gegenden mit subtropischem Klima, wo Hunderte von Säugetierarten heimisch sind, wie zum Beispiel diese Riesenohrspringmaus. Eine unglaubliche Artenvielfalt, die aber trotzdem bedroht ist: durch die Zerstörung von Lebensräumen und durch die Jagd. Für die Erhaltung der Artenvielfalt setzt sich das Breeding Centre for Endangered Arabian Wildlife im Emirat Sharjah ein.

Björn Jordan arbeitet in dem Zentrum, das auch die Biologie der auf der Arabischen Halbinsel vorkommenden Tierarten erforscht. In einem Vortrag im Naturkundehaus des Tiergartens Nürnberg gibt er Einblick in das vielfältige Leben in der Wüste und in die Arbeit des Zentrums. Termin: Donnerstag, 18. Juni, 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

2 Kommentare in “Die Wüste lebt – aber wie lange noch?

  1. Der guten Ordnung halber sei an dieser Stelle angemerkt, dass die oben erwähnte „Riesenohrspringmaus“ (Euchoreutes naso) NICHT auf der Arabischen Halbinsel vorkommt. Diese Art kommt u.a. in den Wüstengebieten der südlichen Mongolei und die chinesischen Provinz Xinjiang vor.

    Auf der Arabischen Halbinsel ist hingegen die Kleine Wüstenspringmaus (Jaculus jaculus) und der Euphraten-Pferdespringer (Allactaga euphratica) verbreitet die Beide mit der o. g. Riesenohrspringmaus die gemeinsame Zuordnung zur taxonomischen Familie der Springmäuse (Dipodidae) teilen…

  2. @Björn Jordan
    Danke für den Hinweis – toll, dass unter meinen Blog-Lesern solche ausgewiesenen Fachleute sind.

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