"Sigena" muss sich um vier Babys kümmern

Aus dem Nürnberger Tiergarten gibt es eine Sensation zu vermelden: Dort kamen in der Nacht zum vergangenen Samstag bei den Sibirischen Tigern Fünflinge zur Welt – eine echte Seltenheit bei dieser Tierart, sagt der stellvertretende Zoodirektor Helmut Mägdefrau.

Eines der Jungen war allerdings zu schwach und starb kurze Zeit nach der Geburt, ein anderes ist deutlich kleiner als seine drei Geschwister. Tiger-Mama „Sigena“ kümmert sich vorbildlich um alle vier Babys, trotzdem ist es fraglich, ob das vierte Baby es schaffen wird. Da heißt es: Daumen halten.

Immerhin ist „Sigena“ eine durchaus erfahrene Mutter. Sie hat 2003 ihren ersten Nachwuchs – zwei männliche Tiere – ebenso gut versorgt wie ihre Drillinge – drei Mädchen – im Jahr 2007. Die erblickten im Zoo von Hoyerswerda das Licht der Welt: Dort war „Sigena“ während des Um- und Ausbaus des Raubtierhauses im Nürnberger Tiergarten sozusagen ausgelagert.

Die Zoobesucher müssen sich allerdings noch etwas gedulden: Sie können die Tigerbabys vorerst noch nicht direkt sehen, sondern nur über einen Monitor. Der hängt im Felsengang, der zum Raubtierhaus führt. Das Raubtierhaus selbst bleibt vorerst geschlossen, um die Tiger-Mama und ihre Babys nicht zu stören.

Das Geschlecht der vier Tigerbabys ist noch nicht bekannt. Wenn alles gut geht, werden die Kleinen in vier bis sechs Wochen zum ersten Mal vom Tierarzt untersucht. Erst dann wird man wissen, ob es Männchen oder Weibchen sind – oder vielleicht auch beides.

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