"Gnadentod" für eines der Tigerbabys

Tja, schön wär´s gewesen, vier Tigerbabys präsentieren zu können – aber es hat wohl nicht sein sollen: Im Tiergarten Nürnberg musste nun eines der am Wochenende geborenen Tigerbabys eingeschläfert werden.

Das Tigerchen war von Anfang an deutlich kleiner und schwächer gewesen als seine vier Geschwister. Obwohl sich seine Mama „Sigena“ trotzdem gut um den Winzling kümmerte, wurde das Kleine immer schwächer. Seine Atemfrequenz lag zuletzt nur noch bei einem Viertel des normalen Wertes, ebenso der Blutzuckerspiegel. Das zeugte davon, dass das Tigerbaby schon längere Zeit keine Nahrung mehr aufgenommen hatte. Um dem Tierchen einen langen, qualvollen Tod zu ersparen, entschlossen sich die Verantwortlichen, es einzuschläfern.

Die restlichen drei Babys wachsen und gedeihen aber laut Tiergarten prächtig. Sie trinken regelmäßig mit großem Appetit und bewegen sich schon munter in der Wurfbox. Das nebenstehende Foto zeigt zwei der Babys, das dritte war für den stellvertretenden Zoochef Helmut Mägdefrau, der das Foto gemacht hat, zu weit von den anderen entfernt, um es mit aufs Bild zu bekommen. Hoffentlich sind die drei bald aus dem Gröbsten heraus, so dass die Besucher sie nicht nur über einen Monitor beobachten können, sondern direkt im Raubtierhaus!