Massentötung oder Verhütung?

Von Heuschreckenplagen hat man ja schon gehört, die gab´s ja bereits in der Bibel. Aber eine Kamelplage? – Ja, richtig gelesen! Mit der müssen sich jetzt die Australier herumschlagen.

Im Outback gibt es zu viele von diesen Tieren. Sie fressen Rindern und Schafen die Nahrung weg und trampeln die Vegetation nieder – nicht umsonst heißen die zweihöckrigen Kamele anscheinend „Trampeltier“. Aber sie richten auch Schäden in menschlichen Siedlungen an.

Mittlerweile ist es so schlimm, dass die Regierung sogar eine Massentötung der Kamele in Erwägung zieht. Dabei haben Menschen diese Tiere im 19. Jahrhundert überhaupt erst nach Australien gebracht, um sie als Transportmittel durch die Wüste einsetzen zu können. Inzwischen verdoppelt sich die Kamelpopulation in Australien alle neun Jahre.

Scharfschützen, die von Flugzeugen aus die Kamele erschießen, sollen dieser massenhaften Verbreitung nun ein Ende machen. Das hat die Regierung beschlossen – und will dafür ungefähr 11 Millionen Euro locker machen.

Tierrechts-Organisationen lehnen das allerdings ab. Sie schlagen statt dessen eine Geburtenkontrolle vor, also Verhütungsmittel für Kamele. Diese Methode hat allerdings den Nachteil, dass es lange dauert, bis sie wirksam wird, denn Kamele können bis zu 30 Jahre alt werden.

Man darf gespannt sein, wofür sich die Australier letztlich entscheiden. Glücklicherweise müssen wir uns nur mit so harmlosen Dingen wie Mückenplagen herumärgern.