Es sind drei Kater!

Lange hat man nichts mehr aus dem Nürnberger Tiergarten über die Tigerbabys gehört, die dort Anfang August geboren wurden. Einige Wochen war auch das Raubtierhaus für Besucher gesperrt, damit Sigena und ihre Jungen nicht gestört wurden.

Inzwischen ist das Haus wieder geöffnet. Aber man muss schon ein wenig Glück haben, wenn man die Tigermutter mit ihren drei Kleinen sehen will. (Wir erinnern uns: Gleich nach der Geburt war eines von anfangs fünf Babys gestorben, ein weiteres war zu schwach und musste eingeschläfert werden). Denn Sigena hat immer noch die Möglichkeit, sich mit ihrem Nachwuchs in einen nicht einsehbaren Stall zurückzuziehen. Und das tut sie immer wieder mal. Manchmal liegt sie im Stalleingang, und die Kleinen verstecken sich irgendwo hinter ihr. Dann kommen sie aber auch wieder ganz neugierig in den Außenbereich und erkunden noch etwas tollpatschig ihr Revier.

tigerbubInzwischen hat der Tierarzt die Kleinen untersucht und festgestellt: Es sind drei Kater! Einer von ihnen ist hier auf dem Foto zu sehen. Die drei Brüder haben auch schon Namen bekommen: Rangar, Khan und Domur. Beim ersten Gesundheitscheck hat der Tierarzt gleich mehrere Dinge auf einmal erledigt: Er hat den dreien einen Mikrochip in die Schulter implantiert, auf dem die persönlichen Daten (Eltern, Geburtsdatum, Kennnummer, Herkunft) jedes einzelnen Tigerchens festgehalten sind. Außerdem wurden die Tigerbabys entwurmt und gegen Katzenseuche, Katzenschnupfen und Wundstarrkrampf geimpft – das volle Programm eben.

Rangar, Khan und Domur sind gesund und munter und bleiben es hoffentlich auch. Es gibt eigentlich nur einen Wermutstropfen: Da es drei Männchen sind, werden sie den Tiergarten verlassen müssen, wenn sie geschlechtsreif sind. Aber wir können uns trösten: Bis dahin vergehen noch drei bis vier Jahre.