Haufenweise Seelöwen in San Francisco

Über Ereignisse in San Francisco schreibt bei den NZ-Blogs zwar eigentlich Arndt Peltner. Aber manchmal überschneiden sich die Dinge. So wie heute: Es spielt sich nämlich eine ungewöhnliche Tiergeschichte in der kalifornischen Stadt ab.

San FranciscoSeelöwen kann man in Kalifornien oft beobachten – diese Robben entfernen sich meist nicht sehr weit von den Stränden. Aber nun haben sich im Hafen von San Francisco seit einiger Zeit rund 1500 Kalifornische Seelöwen versammelt. Und kein Mensch weiß, was das zu bedeuten hat. Selbst Forscher können sich keinen Reim darauf machen.

Weil es auf den vorhandenen Bootsstegen zu eng für die Tiere wurde, hat man zusätzliche Docks installiert. Dort liegen die Tiere dicht an dicht und lassen sich die Sonne aufs Fell scheinen. Für Touristen ist es eine neue, zusätzliche Attraktion.  Fotos und Filmaufnahmen von Seelöwen-Massenansammlungen bekommt man schließlich nicht alle Tage.

Doch die Fischer klagen bereits darüber, dass die Robben ihnen die Fische direkt aus den Netzen klauen. Seelöwen-Männchen würden außerdem Löcher in ihre Boote rammen und Holzstege eindrücken. Anwohner stört das laute Gebrüll und der Gestank nach Fischresten, der sich über dem Pier ausbreitet. Und angeblich haben die Tiere auch schon Schwimmer in der Bucht von San Francisco gejagt.

Umgekehrt darf aber keine Jagd auf die Seelöwen gemacht werden: Sie sind nämlich geschützt. Also ist man auf die Idee gekommen, einen Wachmann zu engagieren. Der spritzt die Tiere nun mit einem Wasserschlauch voll – und das gefällt ihnen offenbar überhaupt nicht. Zumindest scheint der Mann auf diese Weise Bootsstege, die noch nicht von Seelöwen bevölkert waren, robbenfrei halten zu können. Ob diese Maßnahme allerdings dauerhaft eine Wirkung zeigt, sei mal dahingestellt.

1 Kommentar in “Haufenweise Seelöwen in San Francisco

  1. das interessante an der sache ist, dass die seeloewen zuvor auf einem felsen am cliffhouse rumhingen und pausierten. doch nach dem erdbeben 1989 verlagerten sie ihre siesta nach fishermen’s wharf. keiner weiss warum.

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