Arterhaltung durch künstliche Besamung?

Die kleinsten Nashörner der Welt, die Sabah-Nashörner, sind vom Aussterben bedroht. Nun will man die Art in einer Zuchtstation auch mit Hilfe künstlicher Besamung retten.

SumatranashornWeltweit soll es nur noch 50 Exemplare dieser Nashorn-Art geben. Diese alarmierende Zahl hat das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin gemeldet. Sabah-Nashörner leben im Regenwald in Malaysia. Ihr angestammter Lebensraum wird langsam, aber sicher von Menschen zerstört: Die legen dort eine Ölpalm-Plantage nach der anaderen an. Die Plantagen zerschneiden die Regenwaldgebiete und trennen dadurch immer wieder einzelne Tiere von ihren Artgenossen. Außerdem besteht der Verdacht,  dass die Verwendung von Pestiziden in den Plantagen die Fruchtbarkeit der Nashörner beeinträchtigt.

Nun soll – quasi in letzter Sekunde – eine Zuchtstation in Malaysia die Rettung bringen. Dort wollen Forscher des Berliner Instituts für Zoo- und Wildtierforschung und Fachleute aus dem Zoo Leipzig gemeinsam dafür sorgen, dass sich die letzten noch existierenden Sabah-Nashörner vermehren. Möglicherweise wird das nur noch durch künstliche Besamung möglich sein. Die Berliner Forscher haben mit der künstlichen Befruchtung von Nashörnern in jüngerer Vergangenheit schon mehrmals weltweit für Furore gesorgt. Allerdings waren das Zoo-Nashörner, zum Beispiel die Breitmaulnashorn-Dame Lulu im Zoo von Budapest.

1 Kommentar in “Arterhaltung durch künstliche Besamung?

  1. Ich finde, dann soll man die Art eben aussterben lassen, wenn es nicht ohne künstliche Befruchtung geht. Das ist doch völlig unnatürlich!!!

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