Gestrandete Wale gerettet

urn:newsml:dpa.com:20090101:091227-99-01034Und schon wieder kann ich etwas über eine Tiergeschichte mit Happy-End schreiben – besser gesagt, eine Tiergeschichte, die fast ein gutes Ende nahm: Hunderte von Menschen haben am Wochenende versucht, mehr als 60 Wale zu retten, die im Norden von Neuseeland gestrandet waren. Immerhin konnten die Retter über 40 der Tiere wieder ins Wasser bringen; für einige der Meeressäuger kam allerdings jede Hilfe zu spät.

Warum Wale immer wieder an Land stranden – besonders an den Küsten Australiens – ist noch nicht ganz genau erforscht. Experten vermuten, dass sich die Tiere durch Geräusche irritieren lassen. Wale orientieren sich per Echolot: Sie senden Schallwellen aus, die im Wasser weitergeleitet werden. Wenn diese Wellen auf ein Hindernis treffen, etwa auf den Meeresboden, werden sie zurückgeworfen. Die Wale nehmen dieses Schall-Echo wahr und können daraus schließen, wie tief der Ozean an der jeweiligen Stelle ist oder ob ihnen etwas  im Weg steht. Über schlammigem Meeresgrund funktioniert das Echolot der Wale allerdings nicht so gut – mit der Folge, dass sie sich mit der Wassertiefe verschätzen und im flachen Wasser steckenbleiben.

Außerdem setzen auch U-Boote des Militärs Geräte ein, die ähnliche Schallwellen aussenden. Wale oder auch Delfine werden dadurch durcheinandergebracht – schlimmstenfalls wird ihr Echolot funktionsuntüchtig. Der Lärm von Schiffsmotoren macht den Tieren ebenfalls sehr zu schaffen.

Möglicherweise lässt sich das Stranden von Walen auch darauf zurückführen, dass das Leittier krank ist und dadurch eine ganze Gruppe vom richtigen Weg abkommt.