Von Puggles und Jackapoos

In den USA sind sie mittlerweile der letzte Schrei: sogenannte Designer-Hunde. Für alle, die mit dem Begriff nichts anfangen können, sei gesagt, dass es sich bei diesen Vierbeinern um Hunde handelt, die aus zwei reinen Rassen gezielt gezüchtet werden. Es sind also keine Mischlingshunde im herkömmlichen Sinn. Die Züchter von Designer-Hunden streben an, dass Mama und Papa Hund ihre besten Eigenschaften an die Welpen weitergeben. Designer-Hunde sind an sich nichts Neues, es gibt sie schon seit Jahrzehnten. Früher hat man sie allerdings – wenig schmeichelhaft – als „Möchtegern-Rassen“ bezeichnet, und sie waren wohl auch nicht so angesagt wie heute. Möglicherweise auch nicht so teuer, denn inzwischen muss man satte 700 bis 1500 Euro für so ein speziell designtes Tierchen hinlegen.

urn:newsml:dpa.com:20090101:100119-99-01610Hier ein paar Beispiele für Designer-Hunde, die derzeit besonders „in“ sind. Da hätten wir – und das wären, wenn ich mir schon so ein Exemplar heraussuchen müsste, meine persönlichen Favoriten – die Puggles: eine Kreuzung zwischen Beagle und Mops. „Puggle“-Welpen sind auf nebenstehendem Foto zu sehen. Schon länger gibt es die Cockapoos, eine Mischung aus Cocker Spaniel und Pudel. Oder die Pekeapoos, der Cocktail aus Pekinesen und Pudeln. Ein  Labradoodle soll so klug sein wie ein Labrador und dazu das Fell eines Pudels besitzen – der Idealhund für Blinde mit Allergie gegen Hundehaare. Der Papipoo stammt von einem besonderen Zwergspaniel, dem Papillon, und dem Pudel ab. Und die Eltern eines Chiweenie sind ein Chihuahua und ein Dachshund. Der Jackapoo schließlich könnte mir eventuell gefallen: die Mischung aus Jack Russell Terrier (meiner Lieblings-Hunderasse) und Pudel. (Man merkt schon: Pudel werden fast bei all diesen neuen Rassen eingekreuzt.)

Aber mal im Ernst: Ich stehe, wie viele Tierschützer auch, der Zucht von solchen Hunden sehr skeptisch und kritisch gegenüber. Aus verschiedenen Einzelteilen einen „Superhund“ zusammenzubasteln und den dann überteuert zu verkaufen, das erinnert auch mich an ein Ersatzteilelager, aus dem man zusammenschraubt, was man gerade so chic findet. Allerdings passen Designer-Hunde sehr gut in eine  Zeit, in der sich auch Menschen gern designen lassen und ihren Körper immer öfter dem Skalpell oder der Spritze des Schönheitschirurgen ausliefern – mit manchmal zweifelhaftem Ergebnis.

4 Kommentare in “Von Puggles und Jackapoos

  1. Ich bin ja eigentlich mehr eine Katzen-Freundin. Ich habe zwar kein eigenes Haustier, aber es kommt zum Beispiel ab und zu ein (großer) Kater zu mir auf Kur, wenn sein Frauchen im Urlaub ist.
    Aber ich muss sagen, diese Puggles gefallen mir gut. Eine Mischung aus Mops und Beagle, das hat was.
    Gibt es eigentlich auch so (komische) Mischungen unter Katzen?

  2. Ich halte von diesen ganzen Modemischungen gar nichts und seh das ebenfalls sehr kritisch.
    Ich glaube da wurde nur mal wieder etwas neues gesucht, möglichst viel Geld mit planlos vermehrten Hunden zu machen.
    Aber die Hunde können natürlich nichts dafür.

  3. Nun ja, eigentlich gab es „Designer-Hunde“ ja schon immer – denn wie sind sonst unsere heutigen Hunderassen überhaupt entstanden? Schon immer haben wir Menschen Hunde so gezüchtet, wie wir sie brauchten – mit dem Unterschied, daß der Mensch im Mittelalter einen verläßlichen Hütehund brauchte und keinen nichthaarenden, antiallergischen Schoßhund.

    Trotzdem stehe auch ich den überzüchteten Moderassen recht kritisch gegenüber, da diese Tiere doch häufig nur auf Profitgier gezüchtet werden. Noch dazu von oft skrupellosen Züchtern, die auf die Gesundheit der Tiere wenig Rücksicht nehmen.

    Liebe Grüße
    Martina

  4. Ich schliesse mich dem Kommentar von Martina Berg an, leider wird wie so oft nicht auf das wohl der Tiere geachtet. Auf unserer Homepage findet man noch mehr von diesen „Designerhunden“ vorgestellt.

    Gruss

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