Tiger-Skandal in China

Die Chinesen treten nicht nur Menschenrechte willkürlich mit Füßen. Auch Tierrechte und Tierschutz – oder schlicht: der Respekt vor Lebewesen – gehen ihnen offenbar sonstwo vorbei. Ausgerechnet im chinesischen „Jahr des Tigers“ hat man im Zoo von Shenyang elf sibirische Tiger Hungers sterben lassen. Und das, obwohl es in freier Wildbahn nur noch zwischen 350 und 450 von diesen königlichen Tieren gibt!

Der Zoo hatte offenbar kein Geld für die richtige Ernährung der Tiere. Die wunderschönen großen Raubkatzen wurden nur mit billigen Hühnerknochen gefüttert und gingen zuletzt jämmerlich an Unterernährung zugrunde. Das hat ein leitender Mitarbeiter der Station für den Schutz wilder Tiere in der Provinzhauptstadt von Liaoning der Öffentlichkeit mitgeteilt. Von Zooseite hatte es nämlich zunächst geheißen, die Tiger seien an Infektionskrankheiten gestorben.

urn:newsml:dpa.com:20090101:100312-99-01233Im November letzten Jahres hatten bereits zwei Tiger einen Wärter angefallen und schwer verletzt – aus Hunger! Was macht man mit solchen Tieren? Der Chinese erschießt sie natürlich! Nach dem Vorfall hat man dann die anderen Tiger kurzerhand in Käfige gesteckt. Das hat den sowieso schon geschwächten Tieren den Rest gegeben.

Nun könnte man natürlich einwenden, das sei alles in einem Privatzoo passiert, auf den der Staat keinen Einfluss hat. Aber das stimmt nicht: 15 Prozent der Zoo-Anteile befinden sich in Händen der Stadtregierung von Shenyang. Die hätte in jedem Fall einschreiten müssen.

Aber Tierquälerei ist eben im „Reich der Mitte“ ebenso an der Tagesordnung wie Menschenquälerei. Das ist die Realität, und nicht das, was der Weltöffentlichkeit mit den Olympischen Spielen vorgegaukelt wurde!

4 Kommentare in “Tiger-Skandal in China

  1. Ich kann nicht verstehen, wie ein angeblich zivilisiertes Land immer wieder mit solchen negativ Schlagzeilen auf sich aufmerksam macht. Die sollten sich mal Gedanken über ihr ganzes System in dem Land machen, die Häufigkeit solcher Vorkommnisse kann ja nun kein Zufall mehr sein.
    Gut, der Staat hätte eingreifen müssen, aber wie soll soetwas rechtzeitig bemerkt werden? Leider wird das immer erst bekannt, wenn es schon zu spät ist.
    Die armen Tiger und die anderen in China lebenden Tiere können einem einfach nur Leid tun… Und die Menschen irgendwie auch, dass sie noch nichtmal merken was sie anderen Lebewesen antun…

  2. Liebe TierfreundInnen, was erwarten Sie bitte von so einem Volk,
    das Menschenrechte derart mit Füßen tritt ? Erschreckend nur inzwischen, wo dieses Volk überall seine Hände im Spiel hat und wie machtbesessen sie versuchen die Welt zu beherrschen ! Ich möchte die Nachricht über die verhungernden Zoo-Tiger nicht verharmlosen,
    aber das ist nur die Spitze des Eisberges……..

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