Potenzmittel: Scherz oder Ernst?

Der Tiergarten Nürnberg nimmt durch den Verkauf eines Potenzmittels aus dem Horn seiner Nashörner Millionen ein – irgendwie wäre das zu schön gewesen, um wahr zu sein! Dabei könnte er das Geld doch so gut brauchen.

Bestimmt haben meine Leser erkannt, dass es sich bei dieser Meldung lediglich um einen Aprilscherz handelte. Besonders habe ich mich über den Kommentar von „Wolferl“ gefreut; wirklich witzig! In der NZ-Redaktion haben einige meiner Kollegen zugegeben, dass sie die Geschichte erst für bare Münze genommen haben und dann nach und nach darauf gekommen sind, dass da etwas faul sein muss.

Aber warum eigentlich? Der Tiergarten hat Ausgaben zu bewältigen, die er mit seinem Etat kaum noch bewältigen kann. Immer wieder werden Projekte auf den berühmten Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben. So müssen der Zoo und seine Besucher zum Beispiel über Jahre hinaus auf Elefanten verzichten, weil das Geld für eine neue, artgerechte Anlage nicht da ist.

Es müssen also ungewöhnliche Ideen her, um Geldquellen zum Sprudeln zu bringen. Mein Vorschlag mit dem Potenzmittel ist, wie ich gehört habe, im Tiergarten belustigt aufgenommen worden. Doch vielleicht war er gar nicht so lustig gemeint? – Heute ist übrigens nicht mehr der 1. April!

2 Kommentare in “Potenzmittel: Scherz oder Ernst?

  1. Da muss doch mal einer auf die Spaßbremse treten, hier! Was soll denn daran witzig sein (außer man heißt Til Schweiger), wenn eine Tierart plötzlich durchdreht, sich selbst vergisst und das Thema verfehlt (Setzen, sechs!)?
    Nasohnehorn, wer willl denn sowas sehen? (außer Til Schweiger natürlich)
    Wie soll denn das weitergehen? Elefant ohne Rüssel? Giraffe ohne Hals? Bär ohne Fell?
    Wenn ich der Tiergarten wäre, ich würde mir langsam Gedanken machen. Denn wer will denn Lebewesen anschauen, die alles dafür tun, um baldmöglichst wie ihre menschlichen Besucher auszusehen?
    Da kann ich doch auch in die Breite Gasse gehen. Da muss ich nicht mal Eintritt zahlen.

  2. @ vip
    Eintritt zahlen musst Du als Journalist im Tiergarten auch nicht…
    Und dann weißt Du ja: Du kriegst den umgekehrten Fall täglich bei Deiner Arbeit geboten – ein Menschenwesen, das am liebsten Tier wäre und es nur nicht (mehr) dahin schafft.

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