Carlo: In memoriam Charly

KibaliCarloGiraffenbulle Charly im Tiergarten Nürnberg ist zwar schon seit Januar 2009 tot, trotzdem ist er jetzt posthum noch Vater geworden: Am vergangenen Donnerstag brachte Giraffen-Dame Kibali ein Baby von Charly zur Welt – es ist bereits sein fünftes und leider das zweite, das er selbst nicht mehr erleben durfte. Im vergangenen Jahr wurde schon Lubaya geboren, die Charly mit Lilly gezeugt hatte. Der neueste Nachwuchs am Schmausenbuck mit dem flotten Netzmuster auf dem Fell wurde zu Ehren von Charly auf den Namen Carlo getauft. Carlo ist zwar eher zart gebaut, aber äußerst selbstbewusst. Bald schon soll er aus dem Giraffenhaus in die Freianlage hinausdürfen.

Carlos Mutter Kibali stammt aus dem Frankfurter Zoo und wird im Juli sechs Jahre alt; seit Mai 2006 lebt sie im Nürnberger Tiergarten. Carlo ist nach dem zweijährigen Epesi bereits Sohn Nummer zwei, den Kibali mit Charlys Hilfe in die Welt gesetzt hat. Außerdem ist Charly Vater der drei weiblichen Giraffen Imara, Zamani und Lubaya. Dass Charly, der im Januar 2009 eingeschläfert wurde, noch Vater werden konnte, liegt an der langen Tragzeit bei Giraffen, die 14 bis 15 Monate dauert. Das Foto vom 14. April, das der Tiergarten zur Verfügung gestellt hat, zeigt, wie Kibali sich liebevoll ihrem jüngsten Sohn zuwendet.

2 Kommentare in “Carlo: In memoriam Charly

  1. Kann man den als „normaler“ Tiergartenbesucher denn schon angucken oder ist der, sozusagen, noch „unter Verschluß“?

  2. @ T. Neumann
    Ja, zeitweise können die Besucher Carlo im Giraffenhaus begutachten. Er darf nur noch nicht zu viel Stress haben. Wenn die Pfleger der Meinung sind, es wird zu anstrengend für ihn mit den Besuchern, wird er für einige Zeit „unter Verschluss gehalten“, wie Sie richtig annehmen. – In einigen Tagen soll Carlo dann auch schon in die Freianlage, dann kann ihn sowieso jeder sehen. – Viel Spaß dabei!

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