Flocon und Raspoutine vor der Premiere

Was macht eigentlich Flocke? Wie geht es ihr und Rasputin in ihrer neuen Heimat in Südfrankreich? Aus dem „Marineland“ in Antibes hört man bisher noch nichts. Die beiden Nürnberger Eisbären waren dort zwar wohlbehalten eingetroffen, wie hier berichtet, doch seitdem herrscht Funkstille zwischen Nürnberg und der Côte d´Azur.

nice-matin-ours-polaires-30-avril-2010Ich habe daher ein wenig in der französischen Presse gestöbert und bin fündig geworden: Im „Nice Matin“, der Zeitung, die in Nizza erscheint, gab es am 30. April einen größeren Artikel über Flocke und Rasputin – die nun „Flocon“ und „Raspoutine“ heißen. Und da zeigt sich ein interessantes Phänomen: In dem Blatt ist nicht unsere „Flogge“ der Star, sondern Rasputin, der auch im Bild gezeigt und als ein für seine zwei Jahre „schon sehr beeindruckender Eisbärenmann“ bezeichnet wird. Flocke Superstar – das war einmal, zumindest in diesem Artikel hat Rasputin ihr den Rang abgelaufen. Aber das kann sich ja noch ändern in den nächsten Wochen.

Am 7. Mai, so heißt es in der Zeitung weiter, sollen die beiden Eisbären im „Marineland“ erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden. Bisher waren sie zur Eingewöhnung nur im Innengehege untergebracht, unsichtbar für die Besucher. Die einzigen Menschen, zu denen sie derzeit Kontakt haben, sind  ihre Pfleger.

Doch die Freianlage wird vorab schon den schillerndsten Farben beschrieben: 2200 Quadratmeter „Tundra“-Landschaft, Wasserfälle, Meerwasserbecken mit einer konstanten Wassertemperatur von 14 Grad, klimatisierte und verschneite Höhlen – alles einzigartig in Europa. Heiße Mittelmeer-Sommer müssten Flocke und Rasputin nicht fürchten, dafür sorge ein ausgeklügeltes Klimatisierungs-System.

Die 3,8 Millionen Euro, die „Marineland“ in dieses ansprechende Ambiente investiert hat, sollen sich insofern lohnen, als man große Hoffnung in die Eisbärenzucht setzt. Schließlich sind Flocke und Rasputin im Rahmen des Europäischen Erhaltungszucht-Programms EEP an die Côte d´Azur umgezogen, und so wird die neue Attraktion im „Marineland“ auch als Rettungsaktion für Eisbären verkauft, die stark von der Klimaerwärmung bedroht seien.

Noch sind Flocke und Rasputin, wie wir wissen, nicht geschlechtsreif. Wünschen wir ihnen also eine unbeschwerte Zeit, bis sie erwachsen sind, und viel Spaß in ihrem neuen Luxus-Zuhause. Und für die angekündigte Publikums-Premiere am 7. Mai: Macht uns keine Schande, nicht dass ihr so eine Lachnummer abgebt wie derzeit der 1. FCN!

2 Kommentare in “Flocon und Raspoutine vor der Premiere

  1. Wieso hassn die etz „Flocon“ und „Raspoutin“ ? Ich sag doch a ned
    „Nikolaus Sargosi“oder „Gerhard Debardiö“.

  2. @ mandy wagenknecht

    Wenn Flocke in Frankreich weiterhin Flocke heißen würde, würden alle Franzosen „Flockö“ (kurzes Ö) sagen. Da finde ich die Übersetzung „Flocon“ doch besser, dann wissen die Franzosen zumindest, dass ihr Name Flocke bedeutet. – War das jetzt verständlich oder zu wirr?
    Und Rasputin heißt ja weiter Rasputin, halt nur so geschrieben, dass es ein Franzose auch richtig lesen und als „Rasputin“ aussprechen kann. Nicht, dass am Ende so etwas wie „Raspütäng“ rauskommt, vor allem in Südfrankreich.

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