Nein, kein Baby von Herrn Nilsson!

TotenkopfbabyneuTotenkopfäffchen gehören zu den beliebtesten Zootieren überhaupt. Einfach alle finden sie niedlich – ob Groß oder Klein. Noch niedlicher sind die Babys dieser kleinen Affen. Der Nürnberger Tiergarten präsentiert zurzeit eines: Zwei Monate alt, und meist huckepack auf dem Rücken der Mama unterwegs. Unglaublich, dass der oder die Kleine bei den abenteuerlichen Sprüngen seiner Mutter niemals abstürzt. Manchmal macht er/sie sich auch schon zu eigenständigen Erkundungen durch das Gehege auf.

Totenkopfäffchen leben in Verbänden, in denen die Frauen das Sagen haben. Männer sind für sie nur während der Paarungszeit wichtig, sonst bleiben sie lieber unter sich und versorgen gemeinsam den Nachwuchs. In Nürnberg kann man das sehr schön beobachten: Nicht nur die Mutter kümmert sich um das Baby, sondern auch mehrere Tanten kommen ihm zu Hilfe, wenn es aus Unsicherheit mal zu pfeifen beginnt. Die männlichen Totenkopfäffchen im Nürnberger Tiergarten haben sich auf die Insel neben dem Gehege zurückgezogen – oder die Weibchen haben sie dorthin verbannt, ganz wie man es sehen will.

Ach, fast hätte ich es vergessen: Ich muss hier noch mit einem Missverständnis aufräumen – Pippi Langstrumpfs Affe „Herr Nilsson“ ist kein Totenkopfäffchen, sondern eine Meerkatze.

PavianbabyGleich schräg gegenüber im Nürnberger Tiergarten kann man nun noch ein Affenbaby sehen: Bei den Pavianen am Affenberg kam es vor einer Woche zur Welt. Seine Mutter heißt Smilla. Mit ihren fünf Jahren ist sie zwar selbst noch gar nicht ganz ausgewachsen, trotzdem ist sie schon Mutter. Naja, bei Menschen gibt es solche frühreifen Mütter schließlich auch. Bei Pavianen kann man die Sache sehr gut erklären: Ein Pavianweibchen, das ein Jungtier hat, steigt in der Rangordnung der Gruppe sofort auf. Und da Smilla vorher ein eher rangniederes Tier war, hat sie sich mit dem Nachwuchs nun eindeutig verbessert und genießt mehr Respekt als früher.