Es gibt auch noch gute Tierfotos

Glücklicherweise kommt es (noch?) selten vor, dass so schlechte Tierfotos in den Medien verbreitet werden wie das mit dem Löwenbaby aus dem Tiergarten Nürnberg.

GepardenHeute kann ich aus diesem Zoo ein gelungenes Foto zeigen, das NZ-Fotograf Hagen Gerullis gemacht hat: Geparden-Dame Kelly mit ihren acht Wochen alten Vierlingen. Die vier Jungs haben schon am 5. April das Licht der Welt erblickt, waren aber zusammen mit ihrer Mutter bis vor zwei Tagen in einem für Besucher nicht einsehbaren Gehege untergebracht. Die Familie sollte nicht gestört werden, bis die Babys aus dem Gröbsten heraus sind. Schließlich hat Kelly zum ersten Mal Junge, und es ist zehn Jahre her, seit dem Tiergarten ein Zuchterfolg bei dieser Tierart gelungen ist.

Ohne den Ehrgeiz der Tierpfleger hätte das auch bei Kelly nicht funktioniert. Die aus Irland stammende Gepardin wollte nämlich lange Zeit partout nichts von Kater Turbo wissen. Nur mit „Trick 17“ haben es die Pfleger geschafft, dass die beiden sich schließlich doch paarten. Dafür haben sie die Tiere erst in zwei verschiedenen, nebeneinander liegenden und durch Gitter getrennten Gehegen  gehalten. Dann haben sie die Tiere die Anlage immer wieder wechseln lassen: So wurden Kelly und Turbo durch das ganz spezielle Parfum des jeweils anderen regelrecht heiß aufeinander gemacht- bis sie sich gegenseitig riefen und Kelly sich – wie es auf Tierpfleger-Deutsch heißt – „ans Gitter schmierte“.

Diesen Zeitpunkt passten die Pfleger ab und machten die Verbinungstür auf. Am Neujahrstag konnten sie die Paarung beobachten. Doch es war nur ein kurz aufloderndes Liebesfeuer zwischen Kelly und Turbo entbrannt. Schon am dritten Tag ihres Beisammenseins zofften sie sich und wurden wieder getrennt.