Eisbärenhaltung in der Kritik

urn:newsml:dpa.com:20090101:100621-10-10421Das ist Wasser auf die Mühlen von „Peta“ (Menschen für den ethischen Umgang mit Tieren): Im Zoo von Wuppertal ist eine über 20 Jahre alte Eisbärin namens Jerka gestorben. Die Todesursache ist trotz Obduktion unklar. Man vermutet, dass eine Lebererkrankung zum Tod des Tieres geführt hat.

Unter einer Lebererkrankung hat möglicherweise auch Eisbär Lars kürzlich gelitten, der Vater des berühmten Knut. Er war im vergangenen Herbst aus dem Berliner Zoo nach Wuppertal umgezogen, um dort mit Jerka zusammen für Eisbären-Nachwuchs zu sorgen. Nach Angaben der Zooleitung geht es ihm mittlerweile wieder besser.

Nun hängen sich „Peta“-Vertreter an den Tod von Jerka, um wieder einmal gegen die Haltung von Eisbären in Zoos zu wettern. Es sei sehr merkwürdig, dass die Bärin in einem für Eisbären jungen Alter gestorben sei.  – Dass viele der in freier Natur lebenden Eisbären schon viel früher sterben, weil ihre Lebensbedingungen durch die Erderwärmung immer schlechter werden, darauf ging man seitens „Peta“ natürlich nicht ein.

Erst kürzlich hatte die Tierrechts-Organisation mehreren deutschen Zoos mit einer Anzeige wegen angeblich nicht artgerechter Eisbären-Haltung gedroht, wenn die zuständigen Aufsichtsbehörden die Genehmigung dafür nicht von sich aus aufheben. Nach der Meinung von „Peta“ lassen sich diese riesigen Landraubtiere nicht in Gefangenschaft halten, ohne dass sie „immer leiden“ müssten.

2 Kommentare in “Eisbärenhaltung in der Kritik

  1. Es tut mir unendlich leid für die hübsche Bärin Jerka; sie hat sich nach anfänglichem Zögern sehr gut mit Lars verstanden. Ich kannte Jerka leider nur von Bildern, habe aber irgendwo mal gelesen, dass sie 1989 in Nürnberg geboren worden ist. Weiss jemand was drüber? Stimmt das?
    Lars kenne ich aus Berlin, er ist nach den Worten von Knut-Ziehpapa Thomas Dörflein ein total gutmütiger Eisbär, und so habe ich ihn auch kennengelernt: liebenswert und gutmütig.
    Frau Wolf, alle Tierfreunde drücken Papa Lars die Daumen für eine völlige Genesung. Werden Sie auch weiterhin über seine Gesundung berichten? Man erfährt gar nichts mehr aus Wuppertal!
    Ach ja, die allgegenwärtige Peta. Die haben auch festgestellt, dass Knut in Berlin am Tag 200-300 mal die Zunge rausstreckt! Ich frage Sie: was soll Knut denn bittschön machen, wenn er Herrn Albrecht an seinem Gehege sieht?
    Ausserdem hat Peta festgestellt, dass Eisbären in Zoos zu 75% vor ihrem 15. Geburtstag sterben. Als die schlagzeilenträchtige Nachricht von Jerkas Tod kam, war Peta sofort zur Stelle mit der Feststellung, sie sei mit 20 Jahren noch viel zu jung zum Sterben. Was ohne Zweifel richtig ist – aber bitte, wie verträgt sich das mit der „Tatsache“, das Zooeisbären vor ihrem 15. Geburtstg sterben???
    Herzlichst, Heidi aus Erlangen

  2. @ heidi z

    Sie haben recht: Jerka ist tatsächlich im Nürnberger Tiergarten geboren, und zwar am 23. November 1989. Im März 1992 wurde sie dann an den Wuppertaler Zoo abgegeben.
    Ihrer Bitte, weiter über Lars`Schicksal zu berichten, kann ich in allernächster Zeit leider nicht nachkommen: Ich fahre nämlich nächste Woche in den Urlaub. Aber ich werde mich informieren, sobald ich zurück bin, versprochen!

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