Ich bin dann mal im Médoc

Wenn ich in den letzten Jahren in den Urlaub gefahren bin, habe ich mich meist bei Flocke, unserer berühmten Nürnberger Eisbärin, „abgemeldet“ – schließlich hatte ich sie seit ihrer Geburt im Nürnberger Tiergarten journalistisch begleitet, und man sorgt sich ja um so ein Tier, wenn man für einige Zeit weg ist. Jetzt ist Flocke weg, in Südfrankreich. Also melde ich mich bei meinen Lesern ab und kündige schon mal an, dass mein Kollege Marco Puschner ab und zu einen Beitrag für mein Blog schreiben wird – wenn er denn dazukommt: Er hat nämlich in der Lokalredaktion der NZ sozusagen die Fußball-WM am Hals. Je weiter die deutsche Nationalmannschaft kommt, umso mehr Arbeit hat Marco.

Also habe ich selbst schon ein bisschen vorgesorgt und einige Beiträge „auf Vorrat“ geschrieben, die dann nach und nach veröffentlicht werden. Denn ich will mir meine Leser ja nicht vergraulen, sondern bei der Stange halten.

Buch 001Zum Abschied habe ich mir auch noch etwas überlegt: Ich habe wieder mal einen Buchtipp für Tierfreunde. „Kamasutra kopfüber“ heißt der Band von Tobias Niemann, erschienen ist er bei C.H. Beck. Keine Sorge, „Achtung, Wolf!“ mutiert jetzt nicht zum Erotik-Blog, das überlasse ich weiterhin anderen Autoren. Alles, was bei mir erscheint, hat etwas mit Tieren zu tun – wie auch dieses Buch.

Es geht darin um „Die 77 originellsten Formen der Fortpflanzung“ im Tierreich, die der Diplombiologe Tobias Niemann zusammengestellt hat. Unheimlich witzig geschrieben, mit Zeichnungen des bekannten Illustrators Günter Mattei garniert, bietet die Lektüre jede Menge Spaß und gleichzeitig interessante Informationen über ein Kapitel der Biologie, das den meisten unbekannt sein dürfte. Oder haben Sie schon mal was von „Ganzkörperoralverkehr“ gehört, von weiblichen Tieren, die zwei Vaginae besitzen, oder von männlichen Tieren mit einem zweizipfeligen Penis? Auch die Jungfernzeugung ist im Tierreich – im Gegensatz zur Bibel – wissenschaftlich nachweisbar.

Mehr will ich nicht verraten. Wer mehr über solche beinahe unglaublichen Dinge wissen will, muss das Buch selber lesen.

So, und jetzt fahre ich in die Ferien. Nach Südwestfrankreich geht es diesmal. Nicht an die Côte d´Azur zu Flocke, sondern ins Médoc, eines der berühmtesten Rotwein-Gebiete der Welt. Au revoir!

2 Kommentare in “Ich bin dann mal im Médoc

  1. Danke für den Tipp, liebe „uwo“.

    Vergnügliche Reise, tolle Erlebnisse, gutes Essen und guten Wein sowie gute Erholung bei erquicklicher Lektüre – Danke für den Tipp.

    Und wer weiß, vielleicht führt der Weg ja doch ‚rein zufällig‘ bei FLOCKE und RASPUTIN vorbei. So einer erklärten Tierliebhaberin und Eisbären- speziell F&R-Verehrerin ist doch garantiert kein Weg zu weit 😉 In diesem Fall aber bitte die Kamera nicht vor lauter Begeisterung und Rührung vergessen in Aktion zu bringen. Es gibt immer dankbare Abnehmer für Informationen wie für Fotos …

  2. Da werde ich ja schon beim Lesen rot, aber demnächst werde ich in meiner Buchhandlung umherstreifen…..
    Einen schönen Urlaub wünsche ich auch, vielleicht wirds ja nur mit Rotwein doch langweilig, dann wäre ein kleiner Ausflug nach Antibes doch eine Abwechslung und hier würde ein Bericht von FLORA sehr willkommen sein.

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