Kampf dem Stierkampf!

StierkampfDer Stierkampf in Spanien steht ja schon seit langem im Kreuzfeuer der Kritik, und Tierschützer fordern, dass er verboten wird. Bisher ohne Erfolg, denn viele sehen den Stierkampf als Kulturgut mit jahrhundertelanger Tradition.

Nun aber gibt es zumindest wieder einmal einen Teilerfolg für die spanischen Tierschützer zu vermelden: Das Parlament in der Region Madrid hat den Antrag der Bürgerinitiative „El Refugio“ zugelassen, der die Abschaffung von Stierkämpfen fordert. Ob es allerdings tatsächlich zu einer Debatte über ein Stierkampf-Verbot kommt, ist noch nicht klar.

Laut „El Refugio“ kommen jedes Jahr bei Stierkämpfen in Spanien an die 14 000 Stiere auf grausame Weise zu Tode. Abgesehen davon kommen immer wieder auch Stierkämpfer bei dem effektheischenden Spektakel ums Leben.

In Katalonien ist man schon ein Stück weiter als in Madrid: Dort hat das Regionalparlament im Dezember letzten Jahres ein Volksbegehren angenommen, das zum Verbot der Stierkämpfe aufruft. Das Gesuch wird derzeit noch geprüft, allerdings kann noch niemand sagen, ob und wann ein endgültiges Verbot kommt.

2 Kommentare in “Kampf dem Stierkampf!

  1. Der Stierkampf sei ein „alter erhaltenswerter Brauch“, eine „Tradition“, ein „Kulturgut“… – alles nur Scheinargumente, für eine total verrohte Gesellschaft, die keinerlei Mitgefühl mit unseren tierischen Mitlebewesen hat, um sich weiterhin an einem abartig brutalen „Schauspiel“ ergötzen zu können. Leider scheint von Brutalität die meiste Faszination auszugehen – und dies alles unter dem Deckmantel der Tradition. Traurig ist die Tatsache, dass Spanien solch primitive Traditionen wie den Stierkampf und die Abschlachtung in der Arena noch kennt und verteidigt. Ein Relikt aus der Zeit, in der das Volk mit Brot und Spielen dumm gehalten wurde. Ich kann überhaupt nicht verstehen, dass in einem Mitgliedsstaat der EU noch so eine Tierquälerei stattfinden darf! Den moralischen Fortschritt einer Gesellschaft erkennt man an ihrem Umgang mit den Tieren, sagte schon einst Mahatma Gandhi – kann man denn diese als zivilisierte, moralisch fortschrittliche und verantwortungsbewusste Gesellschaft bezeichnen?

    Es ist grauenhaft, den Stierkampf zu unterstützen, es ist einfach schändlich, sich am Leid der Tiere zu erfreuen! Die vermeintliche Rechtlosigkeit der Tiere, der Wahn, dass unser Handeln gegen sie ohne moralische Bedeutung sei, dass es gegen die Tiere keine Pflichten gäbe, ist geradezu eine empörende Rohheit und Barbarei. Stierkampf? Nein, vielmehr eine öffentliche Hinrichtung basierend auf Gefühlskälte, Erbarmungslosigkeit, Unmenschlichkeit, Brutalität und Grausamkeit!

    Ich appelliere an alle, sich aktiv für die Schwächsten der Gesellschaft, für die Tiere, einzusetzen – für die Stärkung des weltweiten Tierschutzes! Tiere können nicht reden, sich nicht schützen oder verteidigen, keine Gemeinschaften gründen und keine Anwälte einschalten. Sie haben nur uns! Dank und Anerkennung diesen Menschen, die auch tatkräftig das baldige Ende dieser traditionellen Tierqual einläuten werden. Es ist längst an der Zeit, dass dies endlich aufhört! Ein großes Lob an alle, die das so nicht hinnehmen und sich aktiv dagegen einsetzen! „Wehe dem Menschen, wenn auch nur ein Tier im Strafgericht Gottes sitzt.“ (Franz von Assisi)

  2. Gerade sah ich in den Nachrichten, daß in Katalanien der Stierkampf verboten wird. Ein kleiner Schritt in die richtige Richtung, ob die Katalanen den Restspaniern eins auswischen wollten wg. irgendwelcher politischen Differenzen ist mir herzlich egal in dem Moment. Die auch gezeigten Bilder, wie Toreros aufgespiesst und verletzt wurden, lassen mich vollkommen kalt. Der Mensch hat die Wahl, der Stier nicht.
    Auf die Tradition berufen sich ja auch Länder, welche noch Walfang oder Robbenmord betreiben, da frage ich mich, sind diese Menschen im Mittelalter stehen geblieben ? Für mich eindeutig Daumen runter !

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