Sie pfeifen auf den Klimawandel

Was haben manche Zeitgenossen in den vergangenen Wochen unter der Hitze gestöhnt! Plötzlich waren Erderwärmung und Klimawandel, die im langen Winter und außergewöhnlich nasskalten Mai von vielen schon für Ammenmärchen gehalten wurden, wieder wichtige Themen. Aber so sind wir halt, wir Menschen.

MurmeltierGanz anders die Murmeltiere. Die freuen sich, dass es auf einmal so schön warm ist auf unserer Erde. Denn dadurch werden sie größer und dicker und brauchen nicht mehr so lange Winterschlaf halten wie früher. Was hatten sie es da stressig: In den vier bis fünf Monaten, die sie im Jahr wach waren, mussten sie sich abrackern wie die Verrückten. Fressen, fressen, fressen, damit der nächste Winterspeck auch wirklich dick genug wird, sich in kürzester Zeit vermehren, den Nachwuchs aufziehen. Stress pur.

Nun haben Forscher beobachtet, dass Murmeltiere im US-Staat Colorado aufgrund der längeren Sommer immer früher aus ihren Winterschlafstätten herauskommen und sich erst später im Jahr wieder dahin zurückziehen. Dazwischen haben sie mehr Zeit, um alles zu erledigen, und die Chance, Nachwuchs zu bekommen und den auch durchzubringen, erhöht sich. Sie können es also relaxter angehen lassen.

Tja: Murmeltier müsste man sein!

1 Kommentar in “Sie pfeifen auf den Klimawandel

  1. Die Kehrseite der Medaille: Wenn durch den Klimawandel demnächst in den meisten Alpenhochtälern die Gletscher verschwunden sind wird es auch ungemütlich für den Murmel. Durch den Wassermangel in den Sommermonaten wird das Nahrungsangebot eingeschränkt werden. Und Murmeltiere vertragen schon leicht erhöhte Temperaturen nur schlecht, die können nämlich nicht schwitzen. Bleibt nur in höhere Gebiete auszuweichen. Und da ist irgendwann mal Schluß, zumindestens in den meisten Gebieten in den Ostalpen.

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