Der Tod des rauchenden Schimpansen

Es gibt ja Tiere auf unserer Welt, die es auf ganz unterschiedliche Weise zur Berühmtheit gebracht haben. Nicht nur Tiere aus Film und Fernsehen wie Flipper, Lassie oder Fury, sondern auch Tiere, die ein besonderes Schicksal hatten. Denken wir etwa an die Hündin Laika, die von den Russen als erstes Lebewesen  in den Weltraum geschickt wurde. Oder an Bruno, den Problembären, der schließlich abgeschossen wurde.

Ein solch berühmtes Tier ist auch der Schimpanse Charlie. Besser gesagt: war Charlie. Denn Charlie ist jetzt tot. Er starb im – für Schimpansen – biblischen Alter von 52 Jahren. Charlie galt als Star des südafrikanischen Zoos Bloemfontein (die Stadt war auch einer der Austragungsorte der Fußball-WM 2010, daher dürfte sie vielen ein Begriff sein).

Charlie war deshalb so berühmt, weil er rauchte wie ein Schlot. Wenn ein Schimpanse bei uns in einem Zoo so etwas tun würde, würden Tierschützer dagegen Sturm laufen. In Südafrika aber scheint es niemanden groß aufzuregen. Charlie war von Zoobesuchern zum Rauchen animiert worden. Die warfen ihm ständig Zigaretten ins Gehege. Charlie schaute sich bei den Menschen ab, wie das Rauchen funktioniert und imitierte die qualmenden Zoobesucher. Die Tierpfleger waren machtlos dagegen.

Angeblich hat bei Charlie aber nicht sein Laster zum Tod geführt, sondern schlicht und einfach Altersschwäche. Der Zoo von Bloemfountein will seinen berühmten Schimpansen nun ausstopfen lassen und im Zoogelände ausstellen. Ob mit oder ohne Zigarette, ist derzeit noch nicht bekannt.