Ein Baby für die Mini-Affen

zwergseidenäffchen1Es sind nicht immer nur die großen Tiere, die für Zoologische Gärten wertvoll sind. Nehmen wir zum Beispiel die kleinste Affenart: die Zwergseidenäffchen. Im Nürnberger Tiergarten werden diese Tiere seit 14 Jahren gehalten. Sie haben ihr Gehege im Tropenhaus, gleich neben den Seekühen. Seit Jahren wartet der Zoo sehnlichst auf Nachwuchs bei den Mini-Affen – doch bislang vergebens. Jetzt hat es aber endlich geklappt: Schon im September kam ein winziges Äffchen zur Welt, das unter der Obhut seiner Eltern aufwächst und sich sehr gut entwickelt.

Man hat auch eine Erklärung dafür, warum es mit dem Nachwuchs so lange gedauert hat: Zwergseidenäffchen sind bei der Partnersuche sehr wählerisch. Auch wenn sich ein Männchen und ein Weibchen anscheindend gut verstehen, heißt das noch lange nicht, dass sie auch ein Zuchtpaar werden. Im Nürnberger Tiergarten hat man deshalb dreimal einen Partnerwechsel vorgenommen, bis es mit dem gewünschten Nachwuchs funktioniert hat. Dafür hat man die Äffchen mit anderen Zoos ausgetauscht. Viel Aufwand, der sich aber in diesem Fall gelohnt hat.

Zwergseidenäffchen sind wirklich Affen im Mini-Format: Sie werden nur 12 bis 15 Zentimeter groß und bis zu 140 Gramm schwer. In freier Natur leben sie im westlichen Amazonasbecken. Sie ernähren sich von Nektar, Früchten und Insekten – und vom Saft der Kautschukbäume. Dieser wesentliche Bestandteil auf ihrem Speiseplan wird im Zoo durch den Saft einer Akazienart (Gummi arabicum) ersetzt.

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