Wer rettet die unentdeckten Arten?

urn:newsml:dpa.com:20090101:101025-11-10297Es ist faszinierend, wie riesig die Artenvielfalt der Tiere  im Regenwald des Amazonas-Gebietes ist. In einem Zeitraum von zehn Jahren haben Forscher dort rund 1200 neue Tier- und Pflanzenarten entdeckt, von deren Existenz vorher niemand etwas geahnt hatte.

Eine dieser Tierarten ist der hier abgebildete, wunderbar gezeichnete und gefärbte Frosch, dem die Experten den Namen „Ranitomeya amazonica“ gegeben haben. Auch ein Papagei mit Glatzkopf gehört zu den neu erforschten Arten. Das Problem ist nur: Der Lebensraum dieser Tiere und Pflanzen, der Regenwald, wird vom Menschen durch Rodung immer weiter zerstört – und das immer schneller. Wissenschaftler vermuten, dass es im Amazonas-Gebiet noch andere bislang unbekannte Arten gibt. Doch durch das Schrumpfen der Regenwaldflächen werden manche dieser Arten aussterben, bevor sie überhaupt entdeckt werden.

Natur- und Tierschützer warnen zwar regelmäßig vor den Auswirkungen der Regenwald-Zerstörung und starten Projekte zur Rettung des Waldes. Doch mehr als der berühmte Tropfen auf den heißen Stein ist das wohl nicht …