Eisbären als Fernsehstars

Der ganz große Hype um Eisbär Knut ist zwar vorüber, und auch das Flocke-Fieber hat sich längst gelegt. Trotzdem geht von den Polarbären für viele Menschen eine besondere Faszination aus. Das zeigt sich nicht zuletzt darin, dass Fernsehsendungen über Eisbären immer wieder hohe Einschaltquoten erreichen.

Auch in dieser Woche gibt es an zwei Abenden Fernsehbeiträge über Eisbären im Programm, die durchaus sehenswert sein dürften:

Heute, am 14. März, zeigt die ARD um 20.15 Uhr im Ersten in der Reihe „Erlebnis Erde“ die Folge „Eisbären hautnah“. Der berühmte britische Tierfilmer John Downer, für seine außergewöhnlichen Tieraufnahmen bereits zurecht mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet, hat drei Jahre lang eine Eisbärenfamilie in Spitzbergen (Norwegen) filmisch begleitet. Um von den Tieren nicht bemerkt zu werden und so nah wie möglich an die Eisbären heranzukommen, hat er alle möglichen Tricks angewandt. So arbeitete er zum Beispiel mit ferngesteuerten Kameras, die als Eisscholle getarnt waren. Damit gelangen ihm spektakuläre Bilder von der Eisbärenmutter und ihren Jungen.

Auch „arte“ widmet sich dem Thema Eisbären. Am Mittwoch, 16. März, strahlt der Sender um 19.30 Uhr den Film „Herrscher des Nordens“ aus. Die Dokumentation geht der Frage nach, ob die Polarbären durch den Klimawandel wirklich so stark bedroht sind, wie Tierschützer und Umweltaktivisten es befürchten. Führt die Eisschmelze im Nordpolarmeer tatsächlich zum Aussterben der Weißen Riesen? Oder schaffen es diese Tiere, durch Anpassung neue Überlebensstrategien zu entwickeln? Wie sinnvoll sind die Pläne, die Eisbären zu retten, indem man sie in die kältere Antarktis umsiedelt?  – Im Sommer 2010 startete eine Expedition unter der Leitung von Falk Mahnke an die Nordküsten Spitzbergens, um das Leben der Eisbären zu ergründen. Die Forscher haben Überraschendes herausgefunden und stellen es in dieser Dokumentation vor.