Knut ist tot

Ein Aufschrei geht durch die deutsche Zoolandschaft: Knut, der berühmte Berliner Eisbär, ist heute Nachmittag im Alter von vier Jahren gestorben! Ungefähr 600 Zoobesucher standen am Gehege und haben mitverfolgt, wie Knut zuerst ins Wasser ging, dann plötzlich zuckte und anschließend tot im Schwimmbecken seines Geheges trieb.

Woran der vielleicht berühmteste Eisbär der Welt starb, ist bislang ein Rätsel. Seine weiblichen Mitbewohner – Knuts Mutter Tosca, außerdem die beiden Eisbärendamen Katjuscha und Nancy – hatten jedenfalls nichts damit zu tun. Sie waren nämlich zu diesem Zeitpunkt, etwa um 15 Uhr, schon weggesperrt.  Der Berliner Zoo hat bereits angekündigt, dass er Knut obduzieren lassen will, um die genaue Todesursache zu klären. Außerdem wird bereits darüber nachgedacht, dass Knut in ein Museum kommen soll. Und ich kann mir jetzt schon vorstellen, wie in der Boulevardpresse Krokodilstränen darüber vergossen werden, dass der weltbekannte Eisbär an Einsamkeit starb. Vielleicht werden auch bald Mutmaßungen darüber angestellt, ob Flocke, die im Nürnberger Tiergarten von Pflegern aufgezogen wurde, nun auch nicht mehr lange zu leben hat.

Vor zweieinhalb Jahren, im September 2008,  gab es einen riesigen Medienhype, als Knuts beliebter und ebenfalls berühmter Pfleger und Ziehvater Thomas Dörflein, der den Eisbären mit der Flasche großgezogen hatte, im Alter von 44 Jahren nach einem Herzinfarkt verstarb.