Eisbärenbabys ließen Fotografen warten

Mit Spannung haben die Nürnberger darauf gewartet, dass die beiden im Dezember geborenen Eisbärenbabys Gregor und Aleut endlich mit ihrer Mutter Vera aus der Geburtshöhle im Eisbärengehege herauskommen. Heute war es endlich so weit. Frech wie Oskar haben sie ihre Freianlage erkundet. Dabei hat es sie auch nicht gestört, dass sie öfter mal über eine Stufe in den Sandsteinfelsen hinunterpurzelten. Die Pfleger hatten zur Sicherheit der Bärchen alles gut mit Stroh ausgelegt, so dass die Kleinen weich fielen.

Eisbärenmutter Vera hatte ihre Jungen allerdings erst ins Freie gelassen, nachdem sie alles genau erkundet hatte. Sie kontrollierte sogar, ob der Schieber zum Nachbargehege auch wirklich geschlossen war. Denn dort wohnt Felix, der Vater der Eisbärenzwillinge. Eisbärenväter sind Einzelgänger und haben mit ihrem Nachwuchs keinen Kontakt. In freier Natur ziehen sie weiter, sobald sie eine Bärin gedeckt haben. Felix würde Gregor und Aleut also nicht als seine Jungs erkennen, sondern sie als Konkurrenten begreifen. Das würde für die zwei tödlich enden.

Die Zwillinge haben bei ihrem ersten Ausflug auch gleich das Schwimmbecken für sich in Beschlag genommen. Erst streckten sie vorsichtig die Pfoten ins kühle Nass, doch schon bald ließen sie sich ganz ins Wasser gleiten und bewiesen, dass Eisbären von Natur aus schwimmen können. Mutter Vera hielt sie trotzdem in Schach und ließ sie nicht zu weit von sich weg schwimmen.

Im Gegensatz zum ersten öffentlichen Auftritt von Flocke, der Schwester von Aleut und Gregor, gab es diesmal keinen riesigen Medienhype. Die Zooleitung hatte das von Anfang an zu verhindern versucht. Die Anzahl von Journalisten, Fotografen und Kameraleuten hielt sich in Grenzen. Umso ärgerlicher war es, dass die Bärchen just in dem Moment wieder in ihrer Höhle verschwanden, als ein Großteil der Medienvertreter pünktlich zum vom Tiergarten angesetzten Pressetermin eintraf. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich die Babys schon zweieinhalb Stunden lang voll verausgabt und brauchten dringend einen Erholungsschlaf. So mussten sich die Fotografen in Geduld üben, während Gregor und Aleut selig in ihrer Höhle schlummerten.

1 Kommentar in “Eisbärenbabys ließen Fotografen warten

  1. Warum haast etz der anne Alleut. Des is ja a ganz komischer Noma. Kumtt des vo alla Leut oder wos soll des etzatla sei? Eichentlich is des a bleeder Noma für so a
    goldigs Bärla!

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