Hirndefekt führte zu Knuts Tod

Jetzt ist es also amtlich: Das Ergebnis der Sektion des Berliner Eisbär-Stars Knut liegt vor. Darin wird bestätigt, dass Knut an einem Defekt des Gehirns gestorben ist, wie bereits in der vergangenen  Woche schon angenommen wurde.

Nach neuesten Erkenntnissen hat Knut einen Anfall erlitten, der durch eine Erweiterung der Hirnwasserkammern ausgelöst wurde. Dadurch haben sich die Druckverhältnisse im Gehirn stark verändert. Knut ist demnach offenbar schnell gestorben. Als er in das Wasserbecken seines Geheges stürzte, war er aber noch nicht tot.  Deshalb konnte noch Wasser in seine Lunge gelangen. Ertrunken ist er jedoch nicht, das hat die Sektion eindeutig ergeben.

Damit sind endgültig alle Spekulationen vom Tisch, dass Knut sterben musste, weil ihn die drei Berliner Eisbär-Damen so sehr gestresst hätten. Dieses Gerücht kursierte bei Knut-Fans in aller Welt. Auch ein Gendefekt als Todesursache kann nach dem Obduktionsergebnis ausgeschlossen werden. Und der Verdacht, dass Knut infolge eines epileptischen Anfalls starb, hat sich ebenfalls nicht erhärtet.

Traurig bleibt die Geschichte allemal, und der Berliner Zoo wird wohl noch eine ganze Weile daran zu knabbern haben.

2 Kommentare in “Hirndefekt führte zu Knuts Tod

  1. Ich kenne das große Bärengehege im Zoo Berlin. Das Wasser wird laut Pfleger ZWEIMAL im Jahr gereignet. In der übrigen Zeit dient diese Kloake u.a. als Trinkwasser für die auf dem Bärenfelsen lebenden Tiere. Vier an der Zahl. Zeitweise – zwischen der Abreise von Knuts Vater Lars nach Wuppertal und September 2010 waren es „nur“ drei.

    Das ist alles was ich dazu bemerken möchte.
    Jeder kann seine Schlüsse daraus ziehen

  2. Die Rückenmarksentzündung kann auch durch einen Vitamin B12 Mangel entstanden sein. Ein Vitamin B 12 Mangel entsteht durch weniger B12 in der Nahrung als Mensch oder Tier Bedarf haben, also bei Tieren zum Beispiel durch zu wenig Fleischanteil oder durch Parasitenbefall im Darm, der die Aufnahme des Vitamins in den Körper behindert.

    Die sichtbaren Futterportionen bei der Schaufütterung waren nur noch ein Bruchteil der Futtermenge, die Knut bekam, als er im Brillenbärengehege lebte. Auf der grossen Anlage musste er um das Futter mit drei erwachsenen Eisbärinnen konkurrieren. Auf der alten Anlage konnte er sich das Futter in Ruhe aus dem Graben fischen. Auf der neuen Anlage taten das die Bärinnen.

    Bei Knut und den Bärinnen war/ist sehr oft Durchfall zu beobachten. Der Kot enthielt unverdaute Stücke z.B. von unverdauten Pflanzen.

    In Knuts Fell waren schwarze Flecken zu beobachten, wie sie zum Beispiel bei Milbenbefall sichtbar werden.

    Bei Knut waren Versuche der Selbstberuhigung zu beobachten zum Beispiel durch Nuckeln an den Lefzen.

    Knut lag lange Zeitspannen vom Tag auf möglichst abgeschiedenen Gehegeteilen.

    Aus diesen Beobachtungen und aus Recherchen im Internet kann sich jeder selbst ein Bild machen wie es mit dem Stressniveau und dem Immunstatus des Bären ausgesehen haben muss.

    Der Befund aus der Sektion wurde, auf einer Seite zusammengefasst, auf Geschäftspapier der Zoologischen Garten Berlin AG veröffentlicht und nicht als Original wie es vom IZW kam. Die Untersuchung von Knut wurde als eine der aufwändigsten bezeichnet, die jemanls an einem Zootier durchgeführt wurde. Und trotzdem passte das Ergebnis auf eine DIN A 4 Seite.

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