Hunde vor dem Kochtopf bewahrt

In Sachen Menschenrechtsverletzungen kommen aus China ja regelmäßig neue Hiobsbotschaften. Aktuellstes Beispiel ist der regimekritische Künstler Ai Weiwei, der bekanntlich seit Tagen schon inhaftiert ist. Internationale Proteste haben bisher auch nicht zum Einlenken der Machthaber geführt.

Da freue ich mich doch zumindest darüber, dass Tierschützer in China jetzt einen Erfolg für sich verbuchen konnten: Ungefähr 200 Aktivisten haben dort rund 500 Hunden das Leben gerettet, die im Kochtopf landen sollten. Die Hunde befanden sich in einem Tiertransporter und sollten an Restaurants verkauft werden. Die Tierschützer zwangen den Lastwagen auf der Autobahn in der Nähe von Peking zum Halten. Über das Internet wurden weitere Tierfreunde zusammengetrommelt, die den Lkw 15 Stunden lang regelrecht belagerten. Am Ende sammelten sie umgerechnet fast 13 000 Euro und lösten mit dieser Summe die Hunde aus.

Seit einigen Jahren kommt es in China immer öfter zu derartigen Befreiungsaktionen. Tierliebhaber setzen sich dafür ein, endlich damit aufzuhören, Hunde und Katzen zu verzehren. Ob sie gegen diese weit verbreitete Tradition der chinesischen Küche tatsächlich nachhaltig etwas ausrichten können, wage ich zwar zu bezweifeln. Aber immerhin versuchen sie es.

1 Kommentar in “Hunde vor dem Kochtopf bewahrt

  1. Die Hunde oder Katzen werden dort ja auch nicht einfach sachgerecht getötet, sondern tot geprügelt, weil dadurch das Feisch der Tiere schmackhafter sein soll.

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