Quecksilberbelastung in der Arktis

Über den Klimawandel und seine Auswirkungen auf die Tierwelt in der Arktis und Antarktis habe ich schon öfter in diesem Blog geschrieben.

Nun gibt es ein neues, besorgniserregendes Problem, das durch die Klimaerwärmung verursacht wird: Im Nordpolarmeer sind immer mehr Tiere von einer Quecksilber-Vergiftung bedroht. Forscher haben herausgefunden, dass davon Eisbären, Ringelrobben und Narwale betroffen sind. Bei einem Fünftel der untersuchten Tiere stellte man eine erhöhte Quecksilber-Konzentration fest.

Der Grund dafür liegt nach Ansicht der Wissenschaftler in den seit fünf Jahren permanent steigenden Temperaturen in der Arktisregion. Das über lange Zeit in den Dauerfrostböden und im Eis gebundene Quecksilber wird dadurch freigesetzt und gelangt schließlich in die Nahrungskette der Tiere. Das Quecksilber wurde einst von Kohlekraftwerken in die Atmosphäre abgegeben und landete mit Niederschlägen in der Polarregion. Dort war es aber zunächst im „ewigen Eis“ und in den Permafrostböden eingefroren. Durch die Klimaerwärmung taut mit dem Eis und den Böden jetzt auch das Quecksilber auf.

Noch haben die Forscher keine direkten Vergiftungssymptome bei den belasteten Tieren beobachtet. Doch die werden auf Dauer ja wohl kaum ausbleiben. Außerdem sind auch Menschen bedroht: Innuit-Stämme in Kanada und Grönland ernähren sich traditionell auch von Robben- und Walfleisch.

1 Kommentar in “Quecksilberbelastung in der Arktis

  1. Hallo zusammen.

    Bin gerade im Urlaub in Marokko und bin per Google Blog Suche auf Euren Blog gestoßen. Ich muss schon neidlos zugeben, dass Ihr Euch echt Mühe gegeben habt und Eure Themen zudem auch noch interessant sind, denn kindische Blogs mit unschönen Designs gibt es ja genug.

    Werde mit Sicherheit wieder vorbei schauen, wenn ich zurück in Deutschland bin.

    Grüße

    Markus

Kommentarfunktion geschlossen.