Nicht überall beliebt: der Biber

Jahrzehntelang galt er als ausgestorben, in den letzten Jahren siedelte er sich nach erfolgreicher Auswilderung wieder bei uns an. Zunächst war die Freude groß, doch schon möchten ihn manche wieder loswerden: Die Rede ist vom Biber.

Tierschützer sind begeistert und begrüßen es, dass Europas größte Nagetiere mit ihren Dämmen und Biberburgen Gewässerläufe naturnah umgestalten. Denn dadurch schaffen sie auch wieder Lebensraum für andere Tiere, zum Beispiel für den grünen Laubfrosch, der auch wieder häufiger bei uns gesichtet wird, seit der Biber sich breit macht.

Andere ärgern sich hingegen über die Aktivitäten der Biber, die zur Überflutung von Wiesen ebenso führen wie zur Untertunnelung von Wegen. Landwirte müssen für den von Bibern verursachten Schaden durch Fraß an Bäumen und Feldfrüchten selbst aufkommen und gehören deshalb auch nicht unbedingt zu den Biber-Fans. Außerdem nehmen die Klagen zu, dass Biber wertvolle Bäume fällen, die von Naturschützern gehegt und gepflegt werden. Inzwischen gibt es in verschiedenen Regionen Fachleute oder Biberbeauftragte, die für ein spezielles Bibermanagement zuständig sind und versuchen, die verschiedenen Interessen auszugleichen.

Wie nützlich Biber sein können, hat sich jetzt erst wieder in Kanada gezeigt. Dort hat in der Provinz Alberta ein Biberdamm dazu beigetragen, eine Ölkatastrophe zu verhindern. Als fast 30 000 Barrel Öl aus einem Leck in einer Ölleitung austraten, wurde die weitere Ausbreitung des Öls in der Landschaft durch einen Biberdamm verhindert.

 

1 Kommentar in “Nicht überall beliebt: der Biber

  1. An meinem Fischerwasser am Pegnitzoberlauf sind seit diesem Frühjahr auch junge Bieber eingewandert. Ich bin schon ganz gespannt wo die ihre Burgen bauen und wie sie das Gewässer verändern. Vieleicht gibt es für mich einen extra Karpfenteich mit Pegnitzanschluß. :-))

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