Hamsterkäufe von Koi-Karpfen

Die Reaktorkatastrophe von Fukushima hat Auswirkungen, auf die man zunächst nicht einmal im Traum käme: Sie hat mittlerweile zu Hamsterkäufen von japanischen Koi-Karpfen bei uns in Deutschland geführt.

Gartenteichbesitzer, die Koi-Karpfen halten, sorgen sich nämlich, dass die besonders schönen, kräftig gefärbten Fische aus Japan künftig verstrahlt sein könnten. Viele dieser Tiere stammen aus speziellen Farmen in der Nähe von Niigata. Das liegt ungefähr 200 Kilometer entfernt von Fukushima. Aber derzeit kann niemand einschätzen, wie schnell sich verstrahltes Wasser über diese Distanz verbreitet und die gr0ßen Koi-Züchter in Japan erreicht.

Aus Angst, dass die Koi aus Japan im nächsten Jahr verstrahlt sind, haben auch verschiedene deutsche Koi-Händler, die ihre Karpfenbestellung für dieses Jahr eigentlich schon abgeschlossen hatten, noch einmal nachbestellt. Die Kunden wiederum ordern jetzt auch schon Koi-Futter auf Vorrat, weil sie verunsichert sind und nicht wissen, wie sich die Verstrahlung in Zukunft entwickelt.

Übrigens: Von amtlicher Seite gibt es in Deutschland bisher noch keinen Grund zur Beunruhigung. An den Flughäfen in Frankfurt und München, wo Maschinen mit Koi-Lieferungen aus Japan landen, haben die Veterinärämter noch keine verstrahlten Karpfen festgestellt.

 

4 Kommentare in “Hamsterkäufe von Koi-Karpfen

  1. Hamsterkäufe von Koi-Karpfen ist aber auch wirklich eine mehr als nur doppeldeutige Formulierung 😉

    Trotzdem finde ich das unmöglich, als wären die Karpfen irgendwelche Ersatzteile, die man sich auf Halde legt. Unglaublich. Na gut die Koi Besitzer sind ja oft eh ein wenig eigen.

Kommentarfunktion geschlossen.