Das Bayerische Fernsehen und die Lagune

Die neue Delfinlagune im Tiergarten Nürnberg ist ab Samstag, 30. Juli,  endlich auch für die Zoobesucher zugänglich. „Endlich“ deshalb, weil sich nun jeder selbst ein Bild von der Anlage machen kann, die im Vorfeld deutschlandweit für einen Medienwirbel ohnegleichen gesorgt hat. Die Informationen, die über das Projekt gestreut wurden, waren tendenziös bis einseitig. Tierrechtler und Tierschutzaktivisten haben es geschafft, einen Großteil der Medien für sich zu vereinnahmen.

Eine ganze Reihe von Journalisten, die sich mit dem Thema Delfine bisher kaum beschäftigt haben, interviewten blauäugig Vertreter von PETA oder Pro Wildlife und ließen sich von denen alles Mögliche einreden, was vordergründig dagegen spricht, dass diese Tiere in Zoos gehalten werden können. Wobei offenbar weder die meisten Journalisten noch die Tierrechtler imstande sind,  zwischen „artgerecht“ und „naturgerecht“ zu unterscheiden.  Naturgerechte Haltung gibt es bei keinem Zootier, aber die Bestimmungen der Artenschutzgesetze werden in Zoos erfüllt; so auch in der Nürnberger Lagune.

In vielen Medien scheint es inzwischen Hauptsache zu sein,  sich als kritisch-engagiert zu geben – ob die Inhalte stimmen, ist dabei ganz egal. So macht man heutzutage Quote. Immer schön mit dem Mainstream schwimmen, sonst könnte man ja anecken und ein par Follower oder Freunde in den alles bestimmenden Internet-Foren verlieren.

Den Vogel abgeschossen hat für mich dabei das Bayerische Fernsehen. Am Donnerstag, als die Lagune offiziell eingeweiht wurde, brachte der Sender in der „Rundschau“ um 21 Uhr einen Beitrag über das Ereignis. Der Zuschauer erfuhr darin nicht sehr viel Neues über die Lagune und gar nichts über das Manatihaus, das immerhin ein Viertel der gesamten Investitionssumme des gemeinsamen Bauprojekts Lagune/Manatihaus ausmacht. In den Medien wurde das neue Zuhause für Seekühe allgemein sträflich vernachlässigt – leider, denn ich finde diese Tropenhalle als tiergärtnerische Anlage ehrlich gesagt wesentlich beeindruckender als die Lagune – ein echter Gewinn für den Tiergarten und die Stadt Nürnberg! Deshalb zeige ich einen Teil der Tropenhalle hier gern im Bild.

Aber zurück zum BR. Nachdem schon ein Großteil des aktuellen Beitrags über die Einweihung der Lagune aus Interviews mit Delfinariumsgegnern bestand, durfte hinterher im Studio auch noch eine Vertreterin von Pro Wildlife ihre Halbwahrheiten über die Biologie von Delfinen vom Stapel lassen. Sie behauptete zum Beispiel, die Delfine könnten in Becken wie der Lagune ihr Echolot-System nicht einsetzen. Das ist – mit Verlaub – Schwachsinn hoch drei! Delfine setzen dieses hochsensible Sonarsystem nämlich nur ein, wenn sie ihre Umgebung erkunden müssen. In Becken wie dem bisherigen Delfinarium, die sich über Jahre hinweg nicht verändern, können die Tiere auf das Echolot verzichten, weil sie es nicht brauchen; die Abmessungen des Beckens, Betonwände oder andere Hindernisse haben die Großen Tümmler längst sozusagen in ihrem Gedächtnis eingescannt. Erst wenn die Tiere die Umgebung wechseln (wie vor ein paar Wochen beim Umzug in die Lagune), aktivieren sie die Echolot-Peilung wieder. Sonst würden die schnellen Schwimmer brutal gegen die Beckenwände prallen. Haben sie die Formen, Wassertiefe und Maße der neuen Becken erst einmal neu im Gehirn programmiert, deaktivieren die Delfine das Sonarsystem.

Das ist nur ein Beispiel, wie diese Debatte seit Jahren geführt wird, und ein Grund, warum sie mir gelinde gesagt zum Hals heraushängt. Ich habe deshalb in meinem Blog lange Zeit nicht über Delfinhaltung in Zoos und Delfinarien geschrieben. In den letzten Wochen blieb mir als Redakteurin der „Nürnberger Zeitung“ aus aktuellem Anlass aber nicht anderes übrig – die Delfinlagune ist halt nun mal ein Topthema für Nürnberg und die Region, das ich als Journalistin nicht ignorieren kann.

35 Kommentare in “Das Bayerische Fernsehen und die Lagune

  1. Sehr geehrte Journalistin,

    sollten journalistische Beiträge nicht ohne Emotionen und Gefühle, neutral, mit der Beleuchtung beider Seiten und vor allem tatsachen geschrieben sein?

    Warum dann Ihr einseitiger, sehr emotionaler und damit in meinen Augen für eine Journalistin nicht professionellen Art, Beitrag?

    Klar werden die Haltungsbedingungen durch die Lagune „verbessert“ ungefähr so, wie wenn man einem Straftäter im Knast, einen Qudratmeter mehr Zelle und einen Ball zum spielen gibt.

    Bitte informieren Sie sich unabhängig von Links welche ich Ihnen zur Verfügung stelle, damit diese unvoreingenommen sind.

    mfg
    Christoph Küppers

    • @Christoph Küppers, Bitte!! Es ist Tatsache dass immer mehr auf Seiten der sogenannten Tierschützer gesprochen werden.Woher haben diese ihre Erfahrungen? Woher haben diese Menschen ihr wissen? Man muss ehrlich sagen das viele einfach nur Mitläufer sind und sich nicht im geringsten mit der Materie befassen.
      Man sollte als erstes die eigene Art Schützen und Lieber Geld an Hungernde Kinder Spenden oder an die Tafel.
      Mfg

      • @Matthias Herold, es gibt viele Baustellen auf dieser Welt, die der Verbesserung bedürfen.

        Es bleibt Ihnen ja frei gestellt für hungernde Kinder oder an die Tafel zu spenden.

        Ich bin alt genug um mir meine Informationen zu besorgen, ausserdem Tauchlehrer und kenne Delphine in Freiheit und leider auch in Gefangenschaft und ich darf mir erlauben zu sagen, das es da einen gewaltigen Unterschied gibt.

        Bitte informieren Sie sich unter dem folgenden Link:
        http://nicolemclachlan.wordpress.com/ , selbst wenn Sie kein Englisch lesen können, reichen die Videos und Bilder vollkommen aus, um sich ein Bild zu machen.
        mfg
        Christoph Küppers

    • @Christoph Küppers,
      Sehr geehrter Herr Küppers,
      mit journalistischen Beiträgen scheinen Sie sich zumindest weniger gut auszukennen als mit dem Tauchen.
      Ich erkläre es Ihnen aber gern: Ein Journalist muss unterscheiden zwischen Bericht und Kommentar/Glosse.
      Ein Bericht sollte – so wie Sie es fordern – so neutral und objektiv wie möglich sein. Im Kommentar dagegen muss der Autor seine Meinung schreiben, sonst wäre es ja kein Kommentar.
      In einer Glosse können ebenfalls Wertungen/Meinungsäußerungen vorkommen, außerdem lebt sie von ironischen Anspielungen. Diese unterschiedlichen Arten von Beiträgen gelten allerdings nur für die herkömmlichen Medien, also Zeitung, Rundfunk und Fernsehen.
      Im Internet gibt es fließende Übergänge, die längst nicht so genau definiert sind wie bei den „alten“ Medien. Ein Beitrag in einem Blog spiegelt immer die persönliche Sicht des Autors wider, in die natürlich Emotionen und Gefühle einfließen. Ein Blog, in dem auschließlich Nachrichten wiedergegeben werden, wäre langweilig und würde wohl niemanden interessieren.
      Ich hoffe, damit zur Begriffsklärung beigetragen zu haben.

      • @Cheeseburger, Sehr geehrte(r) Frau/Herr Cheeseburger,

        vielen Dank für die Aufklärung, tatsächlich habe ich von Journalismus nicht so viel Ahnung, wie vom Tauchen, aber vielleicht sind Sie ja auch noch „lernfähig“ (weder böse noch wertend gemeint, ich weiß durchaus das Kommunikation sehr schnell missverstanden werden kann) und informieren sich mal zu dem Thema in obigem Blog von einer jungen Australierin, welche in Taiji bei der Delphinjagd life dabei war, googeln mal nach Delphinjagd Taiji und/oder schauen den Film „Die Bucht“. Würde mich freuen Sie auch ein wenig informieren zu können.
        mfg
        Christoph Küppers

        • @Christoph Küppers,

          ich habe Ausschnitte aus dem Film „Die Bucht“ gesehen und bin über das Abschlachten von Delfinen in Taij informiert. Danke deshalb für den Link, aber ich wusste darüber auch schon vorher Bescheid. – Nur frage ich Sie: Was haben die unbestritten grauenhaften Vorgänge in der japanischen Bucht mit der Nürnberger Delfinlagune zu tun? Bitte sagen Sie jetzt nicht, Nürnberg bekäme Wildfänge von dort. Auch kein anderes europäisches Zoo-Delfinarium wird mit Delfinen aus Taiji beliefert. In Europa müssen alle Delfine von Herkunft/Geburt bis zu ihrem Tod genau dokumentiert werden. Es gab früher Wildfänge – der alte Nürnberger Delfin Moby ist z.B. einer – aber diese Tiere stammen nicht aus Taiji, sondern aus Florida. Inzwischen werden für europäische Delfinarien längst keine neuen Wildfänge mehr zugelassen.- Meine Bitte daher an Sie: Erwähnen Sie den Nürnberger Tiergarten nicht in einem Atemzug mit Taiji!

        • @Christoph Küppers, leider war die Antwortfunktion nach Ihrem Beitrag deaktiviert, deshalb Antworte ich noch mal hier.
          Frau oder Herr Cheeseburger, ich bitte Sie, selbstverständlich erwähne ich den Nürnberger Tiergarten in einem Atemzug mit Taiji.
          Was glauben Sie wo den die Delphine in europäischen Delphinarien sonst her kommen? Eine nachhaltige Delphinzucht gibt es nicht, also müssten die Delphine in den Delphinarien schon längst weniger werden, das tun sie nicht. Also wo kommen die Delphine wohl her? Warum mussten Delphin- & Walschutzorganisationen, den Einblick in die Bücher des Nürnberger Tiergartens einklagen? Weil der Nürnberger Tiergarten nichts zu verbergen hat?
          Fakt ist, das gefangene Delphine aus Taiji, zeitweise in osteuropiäschen Ländern „zwischengeparkt“ werden und danach mehr oder weniger „legal“ in die EU Importiert werden.
          Also erwähne ich sehr wohl den Nürnberger Tiergarten in einem Atemzug mit Taiji, weil der Nürnberger Tiergarten, nicht das wohl der Delphine im Auge hat, sondern einzig und allein finanzielle Interessen verfolgt.
          mfg und richtigem Namen,
          Christoph Küppers

  2. Wenn Ihnen das Schicksal der Delfine zum Hals raushängt, werte Frau Wolf, sollten Sie sich vielleicht zum Thema gar nicht äußern, anstatt eigene Befindlichkeiten als Wahrheiten zu verkaufen.. Ihr Beitrag spiegelt nur wider, dass Sie sich mit dem Thema entweder überhaupt nicht befasst oder ein eigenes Interesse daran haben, die Gegner der Lagune in ein falsches Licht zu rücken.

    Wenn Ihre unsachlichen Ausführungen symptomatisch für redaktionelle Arbeit in der „Nürnberger Zeitung“ sind, dann Gute Nacht.

    • @Bernd Wollsperger,

      ihre Meinung erregt bei weitem mehr meinen Widerspruch als die Ausführungen der Journalistin. Woran das wohl liegen mag? Geht es ihnen um die Sache oder aber einfach nur darum, Recht zu haben und jemanden der Unfähigkeit zu bezichtigen? Jedenfalls trägt Ihre Äusserung jetzt auch nicht dazu bei, uns Unwissenden den Horizont zu erhellen. Gerade deshalb finde ich und einige andere, den Blog einfach mal erfrischend. Er hat nicht dieses fanatische an sich.

  3. Ich habe mir ebenfalls die Neubauten im Tiergarten angesehen und bin von dem Tropenhaus sehr positiv überrascht. In dieser konsequenten Weise wurde im Nürnberger Tiergarten bisher selten die Barriere zwischen Tieren und Besuchern aufgehoben. Die Schmetterlinge sind einfach sehenswert und die frei herumturnenden Weißgesichtsakis sind wirklich einen Besuch wert.

  4. Ach, Sie scheinen ja die totale Fachfrau in Sachen Delfinen zu sein, liebe Frau Wolf. Deshalb können Sie natürlich auch die Tierschützer als unwissende Schwätzer abtun und beleidigen.
    Allerdings informieren Sie sich leider bewusst nur sehr einseitig, sonst hätten Sie sich – wie von mir bereits empfohlen – mal diese Seite einer Delfinschutzorganisation angesehen, in der hauptamtlich BIOLOGEN arbeiten! Und dort heißt es: Artgerechte Delfin-Haltung gibt es nicht!
    Und eigentlich erwarte ich von einer fähigen Journalistin, dass sie keine Scheuklappen trägt und versucht fair zu bleiben!

  5. Selbstverständlich, Frau Wolf, kann hier jeder auch für die Lagune sein. Aber diese Haltung einfach argumentfrei und ohne Begründung abzusondern und dabei jeden, der eine andere Meinung hat, niederzumachen, das ist schon ziemlich unerträglich. Dass Sie auch noch Journalistin sein wollen, kann ich angesichts dieses Beitrags und des vorigen über Herrn Schrollinger eigentlich kaum glauben.

  6. Danke Frau Wolf für Ihre kompetenten Beiträge. Sie sind im ganzen massenkompatiblen Getümmel von Halbwissen sogenannter Delfinschützer einfach eine Wohltat.

    • @Susanne, Liebe Frau Gugeler.. warum fragen Sie nicht mal jemanden, der wirklich Ahnung von der Materie hat und kein materielles Interesse an dem Unterhalt von Delfinarien hat, anstatt hier IHR angelesenes und mißverstandenes Halbwissen zu propagieren? DAS wäre eine Wohltat!

      • @Kohlhaas,

        ich habe bisher alle Kommentare, die hier im Blog ankommen, stehen lassen, weil ich grundsätzlich für eine freie Meinungsäußerung bin. Aber ich bitte Sie/dich, hier keine(n) andere(n) Kommentator(in) persönlich zu beleidigen, wie das bei Ihnen/dir in Bezug auf Susanne der Fall war. Sonst müsste ich den Kommentar löschen, denn Diffamierungen lasse ich in meinem Blog nicht zu. Ich bitte, das zu berücksichtigen.

        • @uwo, es ist aber völlig ok, wenn ICH beleidigt oder diffamiert werde?! klar, passt ja auch bestens in ihr eigenes weltbild.

  7. Was ist eigentlich das Ziel dieser selbsternannten Delfinschützer? Verbesserte Bedingungen für die Delfine oder Schaden für die Zoos?

  8. Danke Frau Wolf, sie tragen dazu bei, mal über das Thema zu reflektieren und nicht in dieser beflissenen Art jeden bekehren zu müssen. Was mich an den Tierschützern so stört, ist die einseitige Sichtweise.
    Das sage ich selbst als Tierhalterin, der ich mir bewusst bin, dass es meinen Tieren gutgeht. Regelmässiges Fressen, tierärztliche Versorgung und genügend Streicheleinheiten und Fellpflege inklusive.
    Mit der Möglichkeit, jederzeit zu gehen. Aber sie wollen es einfach nicht.
    Ich habe übrigens auch von Delfinen, Tümmler und sogar Orkas gehört, die immer wieder in die selben Buchten kommen. Wie passt so etwas zusammen?

  9. @hellblau „…ihre Meinung erregt bei weitem mehr meinen Widerspruch als die Ausführungen der Journalistin. Woran das wohl liegen mag?..“

    ah ja?! ein opfer ihrer eigenen selektiven wahrnehmung geworden? herrn rüdiger beispielsweise können sie schon mal subtrahieren… der herr ist gatte einer in der szene bekannten wichtigtuerischen und selbsternannten „delfinspezialistin“ von tiergarten nürnbergs gnaden.im übrigen sehe ich die gegner der lagune hier – und besonders an wirklich neutraler stelle – deutlich in der mehrzahl.

  10. nachtrag: die dame heißt übrigens SUSANNE Gugeler .. na.. eine weitere pro-stimme identifiziert? ^^

    • @Kohlhaas,
      und warum sollte diese „Dame“ hier nicht pro Lagune kommentieren dürfen? Die selbsternannten Delfinschützer dürfen es doch auch alle! Schon mal was von freier Meinungsäußerung gehört?

      • @uwo,
        lassen sie ihn doch :o))
        Diese Delfinariumsgegner wollen doch ohnehin nur ihre eigen Meinung hören, nach dem Motto: „Willst Du nicht ein Freund mir sein, schlag ich dir den Schädel ein.“ Was glauben Sie, was derzeit im sogenannten sozialen Netzwerk auf Susanne und mich einprasselt?

    • @Kohlhaas,
      Wie ein kleines Kind!
      „Ich hab herausbekommen, wer hinter de Namen Susanne steckt!“
      Welch eine Glanzleistung! Und was hat das mit der Lagune in Nürnberg zu tun? Es macht den Eindruck, Ihnen geht es nur darum, zu stänkern und zu sticheln.

      • @Rüdiger, kommen sie eigentlich mit den vielen multiplen persönlichkeiten, die sie im netz entwickeln, selbst noch klar? *lacht

  11. Frau Wolf weiß vielleicht gar nicht, dass der Sonar für Delfine der wichtigste Sinn ist: Was uns Menschen das Auge, ist den Delfinen ihr Gehör und ihr Sonar! Klar, wer länger in ein kleines reizarmes Zimmer eingesperrt ist, findet sich auch mit geschlossenen Augen zurecht. Aber ist das der erstrebenswerte Zustand? Frau Wolf bestätigt in ihrem emotional entglittenen Blog geradezu, dass die Delfine aufgrund der Reizarmut in Delfinarien ihren wichtigsten Sinn einstellen – und daran wird auch die Lagune, auch das sieht sie selbst so, nichts ändern.

    Als Biologin und als jemand, der schon diverse Male das Privileg hatte, Delfine in Freiheit zu erleben, kann ich nur immer wieder betonen: Diese agilen Tiere haben in kleinen Becken, auch wenn sie wie neuerdings in Nürnberg mit Grünpflanzen hübsch dekoriert sein mögen, einfach nichts verloren!

    • @Dr. Sandra Altherr,
      Auch ich bin Biologin (allerdings nicht promovierte, das muss ich zugeben). Von Schweinswalen weiß ich, dass diese ihr Sonarsystem nicht ständig im Einsatz haben. Daraus entsteht das Dilemma, dass sie die Netze „übersehen“. Sie gebrauchen ihr Sonar bewusst, wenn sie beispielsweise auf Nahrungssuche gehen. Sie haben es aber nicht permanent „eingeschaltet“. Da Delfine in menschlicher Obhut sehr schnell lernen, ihren visuellen Sinn verstärkt einzusetzen, verliert das Echoloten an Bedeutung. Steigt jedoch jemand Neues in Becken oder fällt etwas ins Becken, wird der oder das abgescannt, so wie es die Artgenossen im Meer auch machen.

      • Ist jetzt schon jeder Hamsterhalter Biologe? Hätte man Guttenberg vorher sagen sollen… *lacht

  12. Vielen Dank Frau Dr. Altherr.. endlich mal ein Beitrag von jemandem, der weiß wovon er spricht.

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