Streit um das Fell des Bären

Viereinhalb Monate ist der Tod des berühmten Eisbären Knut im Berliner Zoo jetzt her. Und nach wie vor gibt es ein Hickhack um die Frage, in welchem Rahmen das Naturkundemuseum in Berlin eine Möglichkeit für Abertausende Knut-Fans einrichtet, um sich an ihren Liebling zu erinnern. Schon kurz  nach Knuts Ableben hatte die Debatte begonnen – ich habe damals hier auch darüber geschrieben.

Immer noch liegen Knuts Fell und  Skelett sozusagen auf Eis. Genauer: Sie ruhen in einer speziellen chemischen Lösung in einer Kühlbox. Ursprünglich sollte Knut den Museumsbesuchern in ausgestopfter Form gezeigt werden. Doch der Tierpräparator konnte mit seiner Arbeit noch nicht beginnen, weil unklar ist, wie der bärige  Megastar präsentiert werden soll.

Es hatte nämlich zahlreichen Protest dagegen gegeben,  Knut auszustopfen – vor allem im Internet, aber auch vor dem Berliner Zoo mit einer Demonstration. Im Naturkundemuseum tüftelt man nun an einer Lösung, mit der man es allen Seiten recht machen kann. Gedacht wird offenbar daran, den ausgestopften Knut in Zusammenhang zu bringen mit dem Thema Klimaerwärmung und deren teils katastrophalen Folgen für Tiere (und auch für den Menschen).

Wie die Lösung auch aussehen mag – auf jeden Fall müssen sich alle Knut-Fans noch eine ganze Weile gedulden. Denn vor nächstem Jahr dürfte dieses Konzept kaum umgesetzt sein.