Falsche Behauptungen über die Lagune

Ich habe in meinem Blog schon mehrfach über Kritik an der Delfinlagune im Nürnberger Tiergarten geschrieben – was wiederum die eine oder andere Kritik provoziert hat. In der „Nürnberger Zeitung“ erscheint am Mittwoch wieder ein Artikel von mir zum Thema Lagune und Delfinhaltung. Ich zeige an mehreren Beispielen, wie das Wal- und Delfinschutzforum (WDSF) und das Projekt Walschutzaktionen (ProWal) die Medien mit Pressemitteilungen zu manipulieren versuchen, die unrichtige Behauptungen enthalten. Und manchmal schaffen solche Tierschutzaktivisten das auch! Die Lagune ist – für alle, die es bisher nicht wussten – das einzige Freiluft-Delfinarium Deutschlands. Jürgen Ortmüller, Geschäftsführer des WDSF,  bezeichnet sie gern als „Steinbruch-Delfingefängnis“.
Im Folgenden übernehme ich den Hauptteil meines  NZ-Artikels ausnahmsweise für mein Blog – auch wenn der Text sehr lang ist. Aber nur so lässt sich nachweisen, wie viele Unwahrheiten von den beiden Organisationen verbreitet werden, die widerlegbar sind. Übrigens: Meine Blog-Leser bekommen den Beitrag jetzt schon vor dem Erscheinen in der Zeitung – als kleines Dankeschön für ihre Treue!

Behauptung: „Der angeblich über 50 Jahre alte Delfin Moby … musste vor den Augen der Besucher mit Flüssigkeit zwangsernährt werden, indem der Trainer ihn einen Gartenschlauch schlucken ließ, weil er nach Angaben der Delfintrainer einen schweren Nierenschaden hat.“
Tatsache: Alle Großen Tümmler, die je im Tiergarten gelebt haben, sind genau dokumentiert. Der aus dem Küstengewässer vor Florida stammende Moby kam im August 1971 vom Duisburger Zoo zur Eröffnung des Delfinariums in den Tiergarten. Da er wie alle Tiere in der Anfangszeit der deutschen Delfinarien ein Wildfang ist, lässt sich sein Geburtsjahr nicht genau bestimmen; Fachleute haben Moby damals auf zehn Jahre geschätzt. Moby hat trotz seines hohen Alters keinen Nierenschaden. Seine Nieren funktionieren aber – ähnlich wie bei alten Menschen – nicht mehr so gut. Deshalb bekommt der Delfin-Senior über Gelatine und Eiswürfel zusätzlich Flüssigkeit. Moby hat außerdem im Training gelernt, freiwillig einen Schlauch zu schlucken. Über den werden täglich mehrere Liter Wasser eingefüllt, damit Mobys Nieren weiter gut arbeiten.

Behauptung: „Moby musste mit den anderen drei Delfinen im Außengehege des Delfinariums an der Show teilnehmen und hohe Sprünge über einen Wasserstrahl absolvieren, um überhaupt seine zusätzlichen Futterrationen zu bekommen.“
Tatsache: Kein einziger Tümmler wird in Nürnberg gezwungen, Kunststücke vorzuführen. Hat ein Delfin keine Lust mitzumachen, kann er in ein anderes Becken schwimmen. Dort kümmert sich ein Mitarbeiter der Lagune um ihn, während die übrigen Tiere ihr Beschäftigungsprogramm absolvieren. Das alles können die Besucher mit eigenen Augen verfolgen. Das Training funktioniert ausschließlich über das Belohnungsprinzip: Ein Delfin, der eine Übung richtig gemacht hat, kriegt einen oder mehrere Fische zugeworfen. Der Trainer lobt ihn auch mit Worten und gibt dem Tier ein akustisches Signal zur Bestätigung. Beteiligt sich ein Tümmler nicht am Programm, erhält er trotzdem seine notwendige Futtermenge.

Behauptung: Delfinschützer ermittelten am 25. August dieses Jahres in der Lagune „Hitzetemperaturen von knapp 30 Grad Celsius während der Delfin-Show direkt an der Wasseroberfläche“. Erlaubt seien für die Delfine nach den Rechtsgrundlagen aber nur 24 Grad, so die Tierschützer.
Tatsache: Das vom Bundesministerium für Verbraucherschutz, Landwirtschaft und Ernährung herausgegebene „Gutachten über Mindestanforderungen an die Haltung von Säugetieren“ lässt einen Toleranzbereich der Wassertemperatur von zehn bis 28 Grad zu. Und weiter heißt es dort: „Die Luft über der Wasseroberfläche muss staubarm sein, eine relative Luftfeuchte von mindestens 60 Prozent und eine Temperatur von 10 bis 24 Grad Celsius aufweisen.“ In der Lagune wird die Wassertemperatur regelmäßig kontrolliert – das Messen der Luft über dem Wasser ist praktisch jedoch kaum durchzuführen. Das Gutachten stammt aus dem Jahr 1996 und wird derzeit überarbeitet.

Behauptung: WDSF- und ProWal-Vertreter „deckten jetzt auf, dass seit fast drei Jahren zwei Große Tümmler aus dem geschlossenen Vergnügungspark-Delfinarium des Heideparks Soltau in einem Nebenbecken der alten Delfinhalle des Tiergartens gehalten werden“.
Tatsache: Als Arni und Joker im November 2008 aus Soltau nach Nürnberg kamen, hat der Tiergarten das in einer Pressekonferenz bekanntgegeben. Die beiden Delfinmännchen sollten nur vorübergehend im Tiergarten bleiben, weil nach der Schließung des Delfinariums im Heidepark kein anderes Ausweichquartier zur Verfügung stand. Dass beide im nicht öffentlichen Delfinarium II untergebracht sind, ist kein Geheimnis. Es gibt einen ganz einfachen Grund dafür: Der große und starke Joker würde den alten Moby als Anführer der Nürnberger Delfingruppe entmachten. „Das wäre das Todesurteil für ihn“, sagt Tiergartendirektor Dag Encke. Auch zwischen Joker und dem elfjährigen Arni komme es immer wieder zu Rangeleien. Nun soll Joker Zuchtbulle in einem anderen Delfinarium werden; der Transfer wird laut Encke derzeit vorbereitet. Danach will man Arni in die übrige Truppe integrieren.

Behauptung: Joker und Arni würden „ohne Tageslichtdach“ gehalten. Angeblich hat eine – namentlich nicht genannte – ehemalige Tiergarten-Mitarbeiterin Fotos zur Verfügung gestellt, die belegen sollen, dass Joker und Arni „in einem dunklen Mini-Pool seit drei Jahren vor sich hinvegetieren“.
Tatsache: Laut dem Gutachten des Bundesverbraucherschutzministeriums ist nur „für ausreichendes Naturlicht“ zu sorgen. „Bei zusätzlicher künstlicher Beleuchtung ist diese einem dem natürlichen Licht entsprechenden Spektrum anzupassen.“ Von einem Tageslichtdach ist nirgends die Rede. Das Becken im Delfinarium II entspricht von der Größe her den Vorschriften.

 

59 Kommentare in “Falsche Behauptungen über die Lagune

  1. hallöchen

    man kann viel widerlegen und viel behaupten.
    ich denke nicht, dass man delphine irgendwie in gefangenschaft halten sollte. weder in einem kleinen becken noch in einer lagune.
    ich versteh es wenn andere tiere, welche kurz vor dem aussterben stehen im tiergarten diemöglichkeit kriegen sich wieder zu vermehren, bei delphinen kann ich das ganze leider nicht nachvollziehen.

    ich will gar nicht viel zu der sache sagen, aber man kann nur hoffen, auch für den tiergarten selbst, das nicht noch ein gesunder delphin im tiergarten stirbt. das wäre schlimm für das tier und noch viel schlimmer für das ansehen des tiergartens. denn dann würde mich die ausrede interessieren mit welcher dann die lagune verteidigt wird.

    gruß anne

  2. Ortmüller behauptet auf seiner Seite auch

    (Zitat):
    Dem WDSF ist es mit ProWal (Projekt Walschutzaktionen) als einziger Tierschutz-Organisation weltweit gelungen, mehrere Delfinarien zu schließen (Bodrum/Türkei 2011, Münster/Allwetterzoo 2012, Heidepark/Soltau 2008, Delfinarium Rügen wurde nach WDSF/Pro-Wal-Intervention nicht gebaut).
    (Zitat-Ende)

    Tatsache ist: Münster hat nicht die finanziellen Mittel, das jetzt 36 Jahre alte, aber immer noch allen gesetzlichen und tiergärtnerischen Vorgaben gerechte Delfinarium zu erneuern, deshalb hat sich Münster entschieden, seine Delfine im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms abzugeben.

    Welchen Einfluss auf die Entscheidung des Zoos Ortmüller dabei hatte, erschließt sich mir nicht. Wahrscheinlich will er nur seine „Ein-Mann-Organisation“ als die „Super-Organisation schlechthin“ präsentieren.

    Im Übrigen muss man Ortmüllers Aussagen immer sehr kritisch hinterfragen, war er doch bis 2002 Bundessprecher der franziskanischen Umwelt-, Tier- und Menschenschutzorganisation „The World Foundation for Natural Science“.

    „The World Foundation for Natural Science“ ist die franziskanisch-wissenschaftliche Weltbestrebung der „Neuen Welt-Kirche“.

    Und was die „Neue-Welt-Kirche“ oder „Bruderschaft der Menschheit“ oder „Universale Kirche“ ist, das kann jeder selber googeln.

  3. Mich hat es auch schon sehr gewundert, dass Ortmüller und Co. so überrascht tun, weil sich Arnie und Joker in Nürnberg befinden (und das übrigens schon seit 3 Jahren). Dabei wusste O. doch, dass das Soltauer Delfinarium geschlossen wurde. Ich glaube, er hat das damals sogar sehr begrüßt. Was aus den Tieren wird, hat ihn offenbar nicht die Bohne interessiert, sonst wäre ihm die Unterbringung der beiden Delfinbullen in Nürnberg nicht entgangen. „Aus den Augen, aus dem Sinn“, fällt mir bei dieser Ignoranz ein. Mal wieder habe ich den Verdacht, dass es Ortmüller nicht um die Delfine geht, sondern um eine reine Selbstdarstellung. Aber das ist meine persönliche Meinung …

  4. Delfinhaltung ist besser als ihr Ruf – sagt Frau Wolf in einer Riesenüberschrift und erklärt, warum Delfingegner irren. Liebe Frau Wolf, ich halte es für sehr vermessen, anhand dieser popeligen Beispiele groß aufgemacht so zu tun, als hätten Sie absolut neuartige, auf wissenschaftlichen Unterlagen basierende Kenntnisse.
    Dass Vorgaben der Ministerien eingehalten werden, sollte selbstverständlich sein und nicht Anlass für einen solchen Aufmacher. Zudem wissen wir, dass Käfighaltung für Hühner auch erlaubt ist, und dennoch kann ich mir nicht vorstellen, dass es Ihnen Freude macht, ein solches Ei zu verzehren oder dass sie Käfighaltung gutheißen, oder?
    Dieser Artikel ist einfach nur erbärmlich in seinem Versuch schönzureden!

    • @Frank,

      Ihre Meinung in Ehren, aber für die Überschriftengröße kann ich nun wirklich nichts – die ist nämlich durch das Layout der NZ vorgegeben. Ich habe auch nur beschränkten Einfluss darauf, ob meine Artikel aus dem Lokalteil auf Seite 1 unserer Zeitung angerissen werden; das bestimmt die Chefredaktion.
      Was die Vorgaben des Verbraucherschutzministeriums angeht: Ich beziehe mich in meinem Artikel darauf, weil sich
      1) WDSF und ProWal ebenfalls darauf bezogen haben und 2) dieses Gutachten eben nun mal die gesetzliche Grundlage für die Haltung von Delfinen in Zoos ist.

  5. Einmal mehr fragt man sich, welches Interesse eine sich „neutral und unparteiisch“ gebende Journalistin in Wahrheit daran hat, in einem fort Lanzen für den Tiergarten Nürnberg zu brechen.

    Die genannten „Tatsachen“ jedenfalls besagen nur, dass der Tiergarten es gerade mal so schafft, die behördlicherseits festgelegten und im Sinne des Tierschutzes reichlich umstrittenen Bestimmungen einzuhalten und widerlegen die Kritikpunkte der Tierschützer in keinem Punkt wirklich. Angeblich falsche Behauptungen werden nicht entkräftet oder gar widerlegt.

    Witzig ist, dass in ihrer Reaktion gerade Susanne Gugeler von reiner Selbstdarstellung spricht.. ihre eigene Webseite aber verfolgt selbst nur diesen einen Zweck. Futterneid?

    • @M.Kohlhaas,
      ich glaube, jede Website dient der Selbstdarstellung, oder? Auf meiner Homepage vertrete ich meine Meinung. Das ist – wie ich finde – nur legitim.
      Was mich stört, ist, dass es manchen Delfinariumsgegnern offenbar nicht um die Tiere geht, die sie vermeintlich schützen. Sie kennen sie gar nicht …

      • @Susanne,
        warum werfen sie diesen Umstand dann Ortmüller und dem WDSF vor?
        Ich denke, viele Delfinariumsgegner haben genausoviel Kenntnis von und über Delfine wie sie selbst.. eine Website und der Wunsch sich zu dem Thema zu äußern macht auch noch keinen Spezialisten aus Ihnen.
        Übrigens überrascht auch nicht besonders, dass Sie und Rüdiger immer so einträchtig einer Meinung sind – schließlich betreiben Sie ja zumindest eine Website gemeinsam. Dies sei nur für die unvoreingenommenen Beobachter festgehalten…

        • @M. Kohlhaas,
          also noch einmal (siehe oben), was ich O. & Co vorwerfe ist: „Was mich stört, ist, dass es manchen Delfinariumsgegnern offenbar nicht um die Tiere geht, die sie vermeintlich schützen. Sie kennen sie gar nicht …“
          Gegen eine Selbstdarstellung an sich ist ja nichts einzuwenden – wenn sie sich darum bemüht, bei der Wahrheit zu bleiben.
          Welchen Futterneid soll ich eigentlich verspüren? Den Neid darauf, dass zwei Männer mit der Verbreitung von Halb- und Unwahrheiten bei „klick-freudigen“ Internet-Usern Erfolg haben?
          Auch Sie haben übrigens in Ihrem Kommentar Unwahrheiten in Umlauf gebracht. Hier meine Richtigstellungen: Rüdiger und ich betreiben keine Website gemeinsam …
          Ich nenne mich nicht Spezialistin, das tun höchstens andere.

  6. Apropos: Falsche Behauptungen

    Bisher räumten die Herren Encke und Mägdefrau der Tiergartenleitung Fehler bei der Delfinhaltung in der Vergangenheit zu. Das wird wohl auch so bleiben.
    In der Zukunft wird man dann die Fehler der heutigen Delfinhaltung zugeben.

    Davon spricht man jetzt natürlich (noch) nicht. Man behauptet lieber, dass die Delfinaufzucht in Nürnberg international angesehen sei (http://de.wikipedia.org/wiki/Tiergarten_Nürnberg).

    Eine tolle Behauptung bei der großen Zahl der gestorbenen Delfinbabys. Aber mit der neuen Lagune sind ja alle Probleme gelöst…

    • @Clutom,
      es kann durchaus eintreffen, was Sie prognostizieren, aber weder Sie noch ich können in die Zukunft sehen. Das müssen wir wohl Parapsychologen und Hellsehern überlassen. Außerdem ist das Leben ein ständiger Lernprozess …
      Auch Ric O’Barry – der Vorzeige-Delfinschützer schlechthin – konnte in den 1960er-Jahren noch nicht ahnen, dass er nach Auslaufen seines Vertrages als Delfintrainer „auf die andere Seite wechseln“ würde. Er hat immerhin ca. 10 Jahre gebraucht für den Sinneswandel. Offenbar hat er die Delfinhaltung in seiner – wie er selbst sagt – äußerst lukrativen Verdienstzeit als positiv empfunden, denn ein Lernprozess, bei dem man erkennt, ob Tiere gequält werden, müsste doch eigentlich früher einsetzen.
      Innerhalb der etwa 45 Jahre seit Flipper hat sich inzwischen viel getan in der Delfinhaltung – zum Glück. Allerdings gibt es weiterhin viele schwarze Schafe, zu denen ich jedoch Nürnberg und Duisburg nicht zähle (noch einmal: ich werde weder von dem einen Tiergarten noch von dem anderen Zoo für meine Aussagen bezahlt).
      Unerklärliche Todesfälle gibt es auch bei menschlichen Säuglingen. Das zeigt der aktuelle Fall, bei dem 3 früh geborene Kinder in einer Klinik gestorben sind, man aber nicht weiß, warum …

      • @Susanne,
        Richtig.. es gibt auch bei menschlichen Säuglingen unerklärliche Todesfälle. Würden aber in Kliniken Fakten derart unter den Tisch gekehrt bzw. der Öffentlichkeit vorenthalten, würde nicht nur der Staatsanwalt auf den Plan treten.

        • @M. Kohlhaas,
          es werden doch keine Fakten unter den Tisch gekehrt oder der Öffentlichkeit vorenthalten. In der betroffenen Klinik genauso wenig wie in Nürnberg. Fakt ist doch, dass die Todesursache von neugeborenen Delfinen nicht immer bekannt ist – auch im Meer nicht. Nürnberg hat jedes Mal darüber berichtet, wenn es zu einem Todesfall gekommen ist (so wie der Tiergarten es bei allen anderen Tieren, die im Zoo gelebt haben und dort verendet sind, auch macht). Es werden und wurden also keine Fakten unter den Tisch gekehrt. Noch einmal: Die Todesursache bei Neugeborenen ist nicht immer zu klären – das ist der Fakt.

  7. Anfragen von Bürgern, weshalb Arni und Joker nicht in die neue Außenanlage gelassen werden, hat der Tiergarten bisher nicht beantwortet. Dank des guten Drahtes von Frau Wolf zur Tiergartenleitung erfahren wir nun den Grund: Joker ist ein „machtbewußter Rüpel“, der auch seinem Kumpel Arni, mit dem er seit 3 Jahren in einem einzigen Becken zusammenlebt, das Leben manchmal schwer macht.
    Im Säugetiergutachten ist festgelegt, dass Delfine in sozial verträglichen Gruppen gehalten werden müssen! Die Situation von Arni und Joker zeigt das ganze Dilemma der Delfinhaltung: Mangels geeigneter Unterbringungsmöglichkeiten wurden die beiden Tiere 2008 inmitten des Baulärms nach Nürnberg gebracht und müssen seitdem trotz erheblicher Probleme auf engstem Raum zusammen ausharren. Die künstlich zusammen gestellten Gruppen funktionieren nicht, die Tiere können nicht wie im natürlichen Lebensraum ausweichen, was die Konflikte und Rangordnungsstreitigkeiten nochmals verschärft.

    Nicht funktionierende Gruppenstrukturen, Absperrbänder an der Panoramascheibe, damit die Delfine wegen des abgeschalteten Sonars nicht gegen die Scheibe prallen, ein „abgewatschter“ Tierpfleger – was kommt als nächstes?

    • @Cornelia,
      genau das ist der Punkt, Cornelia. Die Delfine können nur in „sozial verträglichen Gruppen“ untergebracht werden – so wie übrigens andere Tiere auch. Selbst von der Haustierhaltung kennen wir das: Dominante Rüden kommen nur schwierig miteinander aus usw.
      Eine soziale Gruppe kann übrigens auch aus zwei Mitgliedern bestehen – so wie im Fall von Arnie und Joker.
      Auch das gehört zum „Dilemma der Delfinhaltung“ (Ihre Worte). Wenn Delfinarien geschlossen werden, muss für die Tiere eine neue Unterkunft gefunden bzw. müssen die Tiere in eine bestehende Gruppe integriert werden … Und das ist nicht einfach.

  8. Jetzt mal im Ernst: Wozu die Lagune? Wieso werden neue Bauprojekte, wie auf Rügen gestoppt? Weil die Proteste zu groß waren. Warum hört man auf diese Proteste? Weil man sonst möglicherweise seinen guten Ruf verlieren würde. Warum hört N. nicht auf die Proteste? Weil mittlerweile über 24 Millionen nicht umsonst sein dürfen, der Ruf als Delfingefängnis im Süden eh schon ramponiert ist und wie steht man denn sonst da?
    Von Lorenzo von Fersen, dem Biologen der Lagune, hört man so gut wie nichts in der Öffentlichkeit, während sich viele andere Biologen lautstark für die Schließung dieser Anlagen einsetzen. Ok, er arbeitet FÜR den Tiergarten, was soll er sonst auch anderes sagen.
    Dass immer noch recht viele Besucher in der Lagune sind, liegt daran, dass die meisten noch nicht über die Situation der Delfine aufgeklärt sind. Hier liegt noch hoher Bedarf, daran wird gearbeitet.
    Die Argumente in diesem Blog sind teilweise haarsträubend und nicht überzeugend. Denn es sind keine Argumente, sondern nur verzweifelte Phrasen der Rechtfertigung einer längst antiquierten Tierhaltung.
    Allein der Satz: Delfine haben gelernt, „freiwillig“ einen Schlauch zu schlucken ist absurd. Kein Tier schluckt freiwillig irgendetwas, wenn es nicht grad Futter ist.
    Hier wird versucht, zwei sehr aktive Organisationen zu demontieren und niemand derer, die es versuchen, macht sich die Mühe, genauer zu recherchieren, was diese beiden Orgas bereits geleistet haben. Es gibt auch noch andere, die die Lagune schließen möchten, etwas die WDCS, die weltgrößte Delfinschutzorganisation, sie geht nur etwas leiser voran, aber im Prinzip müsste auch diese von den Befürwortern demontiert werden, sowie jeder Einzelne, der sich für die Schließung dieser Betonanlagen einsetzt. Da habt ihr aber noch ne Menge zu tun, liebe Befürworter…viel Spaß dabei!

    Die Lagune wird schließen, genau wie der Zoo Duisburg. Diese jahrelangen Dauerproteste wird keine Stadt auf Dauer für sich hinnehmen können, zumal sie eh als Sonderlinge in Sachen Delfinhaltung gelten …

    • @G.Behringer,
      Danke für Ihre sachliche Argumentation, bei der Sie auch die WDCS ins Spiel bringen. Bei dieser Organisation sind Leute, mit denen man reden und diskutieren kann. Die Anhänger von WDSF und ProWal dagegen speien nur den von ihren Anführern vorgekauten und ganz bewusst und gezielt verabreichten, aber zu keiner Zeit bewiesenen Brei wieder aus.

      • @slides-only,
        dem schließe ich mich an … Auch wenn ich nicht ganz verstehen kann, warum die WDCS mit Sea Life kooperiert, also mit einem Unternehmen, das Haie und andere Meerestiere „einsperrt“.

      • @slides-only,

        WDSF und ProWal haben tatsächlich eigenständig denkende Mitstreiter… zu denen ich übrigens auch gehöre. Was die WDCS für die Befürworter so sympathisch macht, ist, dass sie nichts aktiv (z.B. Demos)gegen die Delfinarien unternehmen und auch sonst in den Medien das Thema kaum hochhalten. Die Kooperation zwischen WDCS und SeaLife ist tatsächlich brisant, da nicht nur – wie Susanne schreibt – Haie und andere Meerestiere gehalten werden, sondern auch das Delfinarium im Gardaland/ Italien seit Kooperationsbeginn im Jahr 2009 geduldet wird, obwohl man sich in der Öffentlichkeit für die Schließung genau dieser Anlagen einsetzt.
        Da sind mir zwei kleine, äußerst effektiv arbeitende Orgas lieber, zumal diese nicht zweigleisig verfahren.

        Wir werden uns auch in diesem Blog nicht einigen bzw. gegenseitig überzeugen können, was Delfinhaltung angeht, was ich weiß ist, dass die Proteste solange fortbestehen werden, bis alle Delfinarien geschlossen sind.

        Gerne gebe ich auch hier die Botschaft Ric O’Barrys weiter: don’t buy a ticket for a dolphin-show.
        Wenn sich das nach intensiver Aufklärungsarbeit in den Köpfen der Bevölkerung eingebrannt hat, wird der Spuk endlich ein Ende haben.

        • @G.Behringer,
          Welcher Spuk wird ein Ende haben? Meinen Sie etwa den Taiji-Spuk? Das bezweifle ich sehr stark, zumal die dort gefangenen Delfine nichts mit den in Deutschland gehaltenen Großen Tümmlern zu tun haben. Außerdem erleben die Delfinarien – weltweit gesehen – derzeit geradezu einen Boom. Überall (z.B. Hurghada/Ägypten, Russland, Türkei, Asien) entstehen neue Einrichtungen – und das obwohl WDSF und ProWal so vehement gegen deutsche Delfinarien protestieren …
          Vielleicht kennen Sie auch den Hauptgrund, warum in Taiji Delfine getötet (und ein paar wenige in asiatische Aquarien verkauft) werden. Die Delfine werden als Nahrungskonkurrenten gesehen. (Ich sehe das übrigens ganz anders – nämlich allein der Mensch ist das Übel, da er die Meere maßlos überfischt. Doch in Japan wird von den „Kakerlaken des Meeres“ gesprochen, wenn es um die Delfine und andere Kleinwale geht. Nachzulesen übrigens auch im Buch „Die Bucht“ von Ric O’Barry und Hans Peter Roth.)
          Wir mögen in manchen Punkten anderer Meinung sein, aber in einem Punkt sind wir uns bestimmt einig: Es geht nichts über die Beobachtung von Delfinen (und Großwalen) im Ozean. Zum Glück durfte ich schon oft die Meeresakrobaten in ihrem Lebensraum beobachten und werde das bestimmt auch weiterhin tun.

  9. Das ganze Problem mit Ortmüller ist, dass er über ein „Presseportal“ massenweise, nicht nachprüfbare Mitteilungen in die Welt setzt, welche von etlichen Medien bedenkenlos multipliziert werden. So entsteht, weil Ortmüller bzw. die WDSF eben in vielen Zeitungen erscheint, der Eindruck, seine WDSF sei eine unwahrscheinlich mächtige Gesellschaft. Letztendlich basieren aber alle Artikel auf jeweils einer einzigen Pressemitteilung eines geschickt agierenden Geschäftsführers einer „Einpersonen-Organisation“. Kaum einer von Seiten der multiplizierenden Presse macht sich die Mühe, eine zweite Quelle zu benennen oder selbst vor Ort zu gehen. Insofern finde ich es gut, dass zumindest in der Nürnberger Zeitung auch eine zweite Sicht der Dinge vorgetragen und beide Ansichten einander gegenübergestellt werden.

    Im Internet ist das mit der ungeprüften Multiplikation übrigens genauso. Viele face-book-user bestätigen durch „gefällt-mir-Anklicken“ Ortmüllers Posts, sodass man abermals glauben könnte, die WDSF hätte viele Anhänger. Wieviele Jünger Ortmüller aber wirklich hat, sieht man, wenn man mal die Demos vor Ort besucht und erkennen kann, dass oft nicht mehr als gerade mal eine „Handvoll“ Mitmacher dabei sind.

    Ortmüller bedauert das nicht nur, er ist darüber auch recht „angefressen“. Beispielsweise hier: Auf die Äußerung eines B. in der face-book-Gruppe „gegen-delfinlagune“: „… jetzt bin ich schon etwas sauer. Da melden sich 20 Leute für heute in Nürnberg an und es kommen 3 oder 4. So geht das nicht …“, antwortet Ortmüller: „Es sind meist die ‚üblichen Verdächtigen’, die so tun, als wenn sie dabei sein wollten und wenn das erste imaginäre Wölkchen aufzieht, waren sie erst gar nicht gesehen…“ und „ … wenn immer die Gleichen mit ihren Hintern auf den Händen sitzen, obwohl sie das Gegenteil behaupten, oder die Hände nur für die Tastatur benutzen, dann brauchen wir sie weder in solchen Gruppen wie dieser und auch nicht als ‚Freunde’ auf unseren Seiten. Da kann ich nur sagen ‚Gefällt mir nicht’!!!“ P.T. bestätigt im gleichen Portal, dass „gerade mal 1/5 derjenigen, die ‚nehme teil’ anklicken, dann auch kommen“. (Anklicken ist ja auch viel einfacher als Agieren oder Argumentieren.)

    Herr Ortmüller nennt sich zwar „Geschäftsführer“ der WDSF, hat aber keine Mitarbeiter. Insofern hat er gegenüber den wenigen Freiwilligen, die ihn unterstützen, auch keine Weisungsbefugnis, (was ihn offensichtlich gewaltig nervt). Freiwillige kann man aber nicht autoritär führen, wie er das vielleicht gerne möchte. Er kann Freiwillige auch nicht durch „Verklagen“ zu etwas zwingen. Freiwillige müssen überzeugt werden, was ihm aber nur bei ganz wenigen Leichtgläubigen gelingt.

    Zum Abschluss noch eine ganz große Bitte an die Medien: Bitte nehmen Sie nicht alles für bare Münze, was eine Einzelperson in einer Pressemitteilung verlauten lässt. Bitte überprüfen Sie die Meldung! Veröffentlichen Sie Meldungen nur dann, wenn sie durch mindestens eine zweite Quelle bestätigt werden kann oder kennzeichnen Sie die Meldung der Einzelperson wenigstens als „Kommentar“. Alles andere ist unseriös und Sensationsjournalismus.

    • @slides-only,
      addendum:
      ..und wenn sie dann, liebe Medienvertreter, soweit den fachkundigen Anregungen Rüdiger Hengl´s gefolgt sind, machen Sie bitte nicht den Fehler und lassen sich das Ganze von ihm oder Susanne Gugeler bestätigen, sondern ziehen Sie wirkliche Fachleute zu Rate – wird dann vermutlich wieder als Sensationsjournalismus abgetan, ist aber wenigstens seriös. Vielen Dank.

      • @M. Kohlhaas,

        ich möchte noch einmal daran erinnern: In diesem Blog sollte bitte niemand in irgendeiner Weise persönlich angegangen werden. Danke.

        • @uwo,
          ich möchte Ihnen nicht dreinreden, wie Sie Ihre (übrigens super tolle) Seite handhaben. Persönlich fühle ich mich von Herrn Kohlhaas nicht angegangen. Herr Kohlhaas hat eben seine eigene Art zu schreiben.

        • @uwo,
          bei anderen Leuten stört es Sie keineswegs, wenn jemand „persönlich angegangen“ wird. Passt Ihnen vielleicht einfach mein Standpunkt nicht.. oder worin unterscheidet sich Ihrer Meinung nach mein Geschreibsel von dem, was Susanne oder slides-only schreiben?

  10. @ M. Kohlhaas,

    mit Ihrem Standpunkt hat das überhaupt nichts zu tun. – Vielleicht haben Sie schon bemerkt, dass hier alle Kommentare, egal welcher Meinung die Leute sind, veröffentlicht werden? Aber Sie haben in Ihrem Kommentar den Eindruck erweckt, dass andere Personen, die hier schreiben – oder möglicherweise auch ich – nicht seriös seien.

    • @uwo,
      also doch zweierlei Maß.. diesen Eindruck versucht vielleicht slides-only zu vermitteln… an welcher Stelle ICH das angeblich tun soll, ist mir schleierhaft.

  11. Kann nichtmal jemand solche Fakekommentare wie von Kohlhaas (Nur ein Pseudonym von Herrn Ortmüller) einfach sperren?

    • @Lars,

      ich könnte Kommentare selbstverständlich löschen. Aber ich will jede Meinungsäußerung gelten lassen – außer, wenn es zu persönlichen Beleidigungen kommt.
      Was den „Fake“ betrifft: Es ist eben so, dass jeder unter jedem Pseudonym schreiben kann. Damit müssen wir uns abfinden. Aber da es sich hier um keine Mehrheitsabstimmung handelt, bei der es um ein Endergebnis in Prozentzahlen geht, halte ich das für nicht allzu problematisch.

    • @Lars,
      ich kenne Herrn Ortmüller und dessen Argumentation inzwischen so gut, dass ich mich traue zu sagen, M. Kohlhaas ist niemals J. Ortmüller. Vergleichen Sie doch einfach mal beide Schreibstile und die Wortwahl.

    • @Lars,
      tolles Demokratieverständnis.. mißliebige Kommentare einfach löschen. Mit der Denkweise werden wir uns schnell wieder auf einer Ebene befinden, die wir eigentlich verlassen zu haben glaubten. Blockwart-Mentalität ist wohl nicht auszurotten.
      Nein… ich habe mit Hr. Ortmüller persönlich überhaupt nichts zu tun – kenne ihn nicht mal. Weltbild zerstört?

  12. @Susanne
    „..Auch Sie haben übrigens in Ihrem Kommentar Unwahrheiten in Umlauf gebracht. Hier meine Richtigstellungen: Rüdiger und ich betreiben keine Website gemeinsam..“

    Ach?! Meeresakrobaten (Ihre Seite) Fotos von Rüdiger Hengl… sein Name steht sogar in Ihrem Impressum. Welt der Orcas © copyright 2003 by Susanne Gugeler
    Fotos © copyright 2003 by Frank Blache, Susanne Gugeler, Rüdiger Hengl… mehr Beispiele?!

    Soviel zum Thema Unwahrheiten….

    • @Kohlhaas,
      da sieht man mal, wie Sie Informationen „auswerten“. „Zusammen eine Seite betreiben“ ist etwas ganz anderes, als eine Seite mit Fotomaterial zu unterstützen.

      • @slides-only,
        Ihre Bewertungskriterien sind genauso subtil wie die des Tiergartens Nürnberg… langsam entdecke ich die Basis ihrer Seelenverwandschaft 🙂

    • @Kohlhaas,
      Sehen Sie bitte mal genauer im Impressum nach, dann werden auch Sie erkennen, wer der Betreiber der Website ist. Fotografen und Beitragsschreiber sind keine Betreiber …

    • @slides-only,
      ah ja?! ich lese nur von Absichtserklärungen und Hoffnungen, die dortige Staatsanwaltschaft würde die Untersuchungen bald einstellen. Aber jeder liest wohl nur das heraus, was er sehen will…

  13. Ich finde, es ist schon ein starkes Stück, dass Sie den Tierschutzorganistionen Manipulation vorwerfen, während Sie gleichzeitig und wiederholt völlig tendenziöse Beiträge pro Zootierhaltung schreiben.

    Dass Ihre Beiträge dann auch noch ohne jegliche Einordnung (bspw. als Kommentar oder persönliche Meinung gekennzeichnet) auf der Online-Seite der NZ veröffentlicht werden, hat ebenfalls nichts mit objektivem Journalismus zu tun.

    Auch wenn Sie es noch so vehement abstreiten – die Delfinhaltung in Nürnberg und anderen Delfinarien ist eine Qual für die Tiere. Es gibt einfach Tierarten, deren Anforderungen an eine Haltung in Gefangenschaft so hoch sind, dass die typischen Haltungsbedingungen in Zoos für solche Tierarten weder art- noch tiergerecht sind.

    Ich finde es ja schön, dass Menschen Spaß an Tieren haben und gerne Zoos besuchen. Nur scheint es mir so, dass die vehementen „Zoo-Verteidiger“ die eigene Freude über die Bedürfnisse der Tiere stellen.

    • @Dirk,
      ich habe es schon einmal in diesem Blog erklärt: Blog-Beiträge sind immer von der persönlichen Meinung des Autors gefärbt und somit ein Zwischending zwischen Bericht und Kommentar. Ich habe das nicht erfunden, das ist einfach so.
      Auf der Online-Seite der NZ war mein Artikel über WDSF/ProWal nie gestanden.
      Ob die Delfine in Nürnberg oder anderswo in Delfinarien oder auch in Freiheit (z.B. wegen Futtermangels, Bootsmotoren, Treibnetzen etc.) leiden, wissen Sie so wenig wie ich – das kann überhaupt kein Mensch nachweisen.

      • @uwo,
        Mit den Tieren in den Versuchslabors hat auch noch niemand gesprochen, dennoch gilt es gesellschaftsübergreifend als erwiesen, dass die Tiere dort leiden. Welche Beweise – außer einem Massensterben – fordern Sie eigentlich?!

        • @Kohlhaas,
          ein Massensterben von Delfinen gibt es leider Jahr für Jahr in den Ozeanen. Kann man bei allen Delfin- und Walschutzgesellschaften nachlesen …

          Tiere im Versuchslabor sind ein ganz anderes Thema. Bitte bei der Sache bleiben …

  14. Die Autorin Ute Wolf der Nürnberger (Lokal-)Zeitung wehrt sich gegen die Kritik von WDSF und ProWal an der Steinbruch-Delfinlagune und meint, wir würden Medien manipulieren.

    Fakt ist allerdings, dass Moby und Jenny einen Nierenschaden haben und zusätzlich künstlich mit jeweils sechs Litern Flüssigkeit pro Tag ernährt werden müssen. Von „Nierenschaden“ sprechen Mediziner, wenn die Funktion der Nieren eingeschränkt ist. Jenny ist erst rund 24 Jahre alt – insofern ist der Nierenschaden nicht altersbedingt, wie uns Frau Wolf weis machen möchte.

    Die Sommer-Lufttemperaturen überschreiten teilweise in der Steinbruch-Delfinlagune die Richtlinie des Säugetiergutachtens, welche die Maximal-Lufttemparatur oberhalb des Wassers mit 24 Grad vorsieht. Wir haben nicht von den Wassertemperaturen gesprochen, was Ute Wolf unterstellt. Der Begriff „Steinbruch-Delfinlagune“ ist übrigens eine abgeleitete Formulierung des Tiergartens selbst, der auf die alten Steinbrüche des Schmausenbucks zurückgeht. Von einem Steinbruch-Gefängnis zu sprechen, ist sicherlich ebenso legitim, wie von viel zu kleinen abgeschotteten Gehegen zu sprechen. Daran ändert auch die neue Delfin-Lagune nichts, die in der Gesamtfläche etwas einem Viertel eines Fussballfeldes entspricht – im Verhältnis zu einem notwendigen Habitat viel zu wenig. Ein Geradeaus-Schwimmen, um auf eine den biologischen Grundbedürfnissen entsprechende Geschwindigkeit der Delfine zu kommen, ist auch in der Steinbruch-Lagune nicht möglich. Das WDSF ist vom Bundesnaturschutzministerium (BMELV) u.a. gebeten worden, an einer Neufassung des überalteten Säugetiergutachtens mitzuwirken.

    Es gibt zusätzliches Futter für die Delfine nach dem Belohnungsprinzip nach jeweils absolvierter Show-Übung. Die übrigen Delfine erhalten bei Nichtteilnahme an solchen Übungen (man kann sie nicht dazu zwingen) ihre normale Futterration erst später.

    Aus der beabsichtigten „vorübergehenden“ Aufnahme der beiden Delfine (Arnie und Joker) aus dem Heidepark Soltau und der Separierung von den anderen Delfinen sind nun inzwischen drei Jahre geworden. Das Säugetiergutachten schreibt jedoch die Haltung in sozialverträglichen Delfin-Gruppen vor. Ebenso müssen die Delfine jederzeit (!) Zugang zum gesamten (!) Beckenkomplex von wenigstens (!) 400 qm haben – nicht pro Gruppe nur Zugang zu 400 qm, sondern zum gesamten vorhandenen Beckenkomplex! Aufgrund unserer Kritik muss der Tiergarten nun reagieren und will das Sozialgefüge von Arnie und Joker zerstören und Joker als Zuchtbullen in ein anderes Delfinarium stecken – das wird Arnie kaum ohne Verhaltensstörungen überleben, der mit der Hauptgruppe der anderen vier Delfine vergesellschaftet werden soll (denken Sie an unsere Worte). Besser wäre gewesen, die beiden Delfine erst gar nicht aufzunehmen oder jetzt beiden Gruppen ausreichend Platz mit Tageslicht zur Verfügung zu stellen.

    Ute Wolf bestätigt ja selbst, dass Arnie und Joker bzw. die Delfine in der Halle bisher schon kein Tageslicht hatten. Tatsache ist aber lt. Richtlinie, dass für ausreichendes Naturlicht gesorgt werden muss. Es heißt dort: „Fu?r ausreichendes Naturlicht ist zu sorgen. Bei zusätzlicher (!) ku?nstlicher Beleuchtung ist diese einem dem natu?rlichen Licht entsprechenden Spektrum anzupassen.“ Das war übrigens ein Grund mit, dass die Delfin-Lagune gebaut werden musste, denn weitere Genehmigungen ohne Naturlicht hätte es nicht gegeben.

    Das Delfinarium im Allwetterzoo Münster muss schließen, weil wir dort ebenfalls aufgedeckt hatten, dass kein Naturlicht vorhanden ist. Aufgrund unserer Intervention hatte die zuständige Höhere Fachaufsichtsbehörde (LANUV) ein wissenschaftliches Gutachten in Auftrag gegeben, dass unsere Eingabe bestätigte (kann ich Frau Wolf gerne zur Verfügung stellen). Die finanziellen Möglichkeiten des Betreibers haben aber nicht ausgereicht, diesen Zustand herzustellen – deshalb die erforderliche Schließung.

    Wenn man also alles etwas genauer betrachtet, sind also alle „Behauptungen des WDSF und ProWal“ korrekt.

    • @Jürgen Ortmüller, WDSF,
      Herr Ortmüller,
      Ihre hahnebüchenen Behauptungen kann ich nicht unkommentiert lassen:

      1- Nierenschaden:
      Sie schreiben, es sei FAKT, dass Jenny und Noah einen Nierenschaden haben.

      Meine Meinung dazu: Sind sie jetzt neben Steuerberater und Esotherik-Buch-Co-Autor auch noch Hellseher? Wie wollen Sie, der Noah und Jenny noch niemals angefasst, geschweige denn untersucht hat, behaupten, fass es FAKT sei, dass die beiden Delfine einen Nierenschaden haben?

      2- Maximal-Lufttemparatur oberhalb des Wassers:
      Sie schreiben: Die Sommer-Lufttemperaturen überschreiten teilweise in der Steinbruch-Delfinlagune die Richtlinie des Säugetiergutachtens, welche die Maximal-Lufttemparatur oberhalb des Wassers mit 24 Grad vorsieht.

      Meine Meinung dazu: Als Naturwissenschaftler kann ich Ihnen sagen: Ein vollständiges Messergebnis besteht immer aus dem Messwert selbst (meist der Mittelwert aus einer oder mehreren Messreihen), ergänzt durch quantitative Aussagen zur Messunsicherheit. Und was liefern Sie? Das Foto eines nichtkalibrierten billigen Voltcraft Thermometers und eine Uhr, die 25.08. TH 12:33 anzeigt. Von Wasseroberfläche kann man auf dem Bild weit und breit nichts sehen. Wo war denn der Temperaturmessfühler zum Zeitpunkt der Aufnahme? Sicher nicht dort, wo Delfine schwammen.

      Wieviele Messungen haben Sie denn gemacht und an wievielen Stellen der Lagunenoberfläche? Wie ist die Standardabweichung, wie die Varianz Ihres Ergebnisses? Welche Temperatur hatte die Vegleichsstelle Ihres offensichtlich auf Thermoelementbasis arbeitenden Geräts?

      Sie haben eine Momentaufnahme gemacht und suggerieren dem Betrachter einen „Messwert“, der eine Aussage über die Temperatur oberhalb der Wasseroberfläche darstellen soll? Das ist aber schon generell Ihr Stil, aus einer Momentaufnahme, die „große Welt“ ableiten zu wollen. So zu „argumentieren“ ist meiner Meinung nach unseriös und verwerflich!

      3- Geradeaus-Schwimmen:
      Sie schreiben: Ein Geradeaus-Schwimmen, um auf eine den biologischen Grundbedürfnissen entsprechende Geschwindigkeit der Delfine zu kommen, ist auch in der Steinbruch-Lagune nicht möglich.

      Meine Meinung dazu: Woher wissen Sie etwas von einer „den biologischen Grundbedürfnissen entsprechenden Geschwindigkeit“? Des Weiteren ist ein Geradeausschwimmen selbst im Säugetiergutachten nicht gefordert. Hier reiten Sie doch nur auf einer Emotional-Welle, der jeder wissenschaftliche Hintergrund fehlt.

      4- WDSF und Säugetiergutachten:
      Sie schreiben: Das WDSF ist vom Bundesnaturschutzministerium (BMELV) u.a. gebeten worden, an einer Neufassung des überalteten Säugetiergutachtens mitzuwirken.

      Meine Meinung dazu: Mit dem gleichen wissenschaftlichen Hintergrund, mit dem Sie Ihre Temperaturmessung gemacht haben? Um Himmels Willen! Ich nehme doch an, dass nicht Sie persönlich vertreten sind, sondern ein von Ihnen Beauftragter. Wer ist diese Person? Welche Funktion hat es im WDSF?

      5- Futter:
      Sie schreiben: Die übrigen Delfine erhalten bei Nichtteilnahme an solchen Übungen ihre normale Futterration erst später.

      Meine Meinung dazu: Na und? Es ist doch völlig egal, ob die Delfine ihr Futter während der Vorstellung oder 2 Minuten später erhalten. Auch hier versuchen Sie wieder an jedem wissenschaftlichen Anspruch vorbei einen auf „Ach der Arme Delfin“ zu machen.

      6- Arnie und Joker:
      Sie schreiben: Das Säugetiergutachten schreibt jedoch die Haltung in sozialverträglichen Delfin-Gruppen vor.

      Meine Meinung dazu: .., und vergessen zu sagen (oder verschweigen bewusst) den zweiten Teil des Textes „ …sofern tiergärtnerische oder veterinärmedizinische Gründe dem nicht entgegensprechen.“
      Sind Sie mit den tiergärtnerischen oder veterinärmedizinischen Gründen vertraut?

      Sie brüsten sich doch damit, Soltau geschlossen zu haben. „Aus den Augen, aus dem Sinn.“ Wohin hätten Arnie und Joker Ihrer Meinung nach denn gebracht werden sollen?

      7- Vorauszusehende Verhaltensstörungen bei Arnie:
      Sie schreiben: … das wird Arnie kaum ohne Verhaltensstörungen überleben, der mit der Hauptgruppe der anderen vier Delfine vergesellschaftet werden soll

      Meine Meinung dazu: Können Sie in die Zukunft blicken? Dann sollten Sie Lotto spielen. Soll angeblich ne Menge zu gewinnen sein, wenn man die Zahlen richtig hat.

      Hoffentlich verhungern Sie morgen nicht in Konstanz. Als Mensch, der mit Essen vertraut ist, weiß ich, dass 2 Tage nichts essen nicht artgerecht sein kann.

    • @Jürgen Ortmüller, WDSF,
      Jürgen, du scheinst neben diversen anderen „Qualifikationen“ auch noch medizinische Ambitionen zu haben, wobei meine Betonung auf „scheinst“ liegt, denn auch hier gilt für mich wieder einmal:“Mehr Schein als Sein“, wenn ich deine Aussagen lese.
      Die Delfine haben also einen Nierenschaden, so lautet jedenfalls deine „Ferndiagnose“ (Google-Studium?). Kommen Menschen mit Nierenschaden nicht an die Dialyse? Weißt du übrigens überhaupt, wie die Niere eines Delfins aufgebaut ist und wie sie arbeitet? Also schnell mal „nach-googeln“, Jürgen, und dann wieder neue (wackelige) Argumente unters Volk streuen …

  15. @Jürgen Ortmüller, WDSF,
    erst mal danke, dass Sie unter ihrem richtigen Namen kommentieren! Das erleichtert hier einiges, nachdem Kommentatoren schon vermutet haben, Sie würden hier unter einem Pseudonym schreiben.
    Zu Ihren Vorwürfen: Ich unterstelle nicht, dass Sie von Wassertemperaturen sprechen. Bitte lesen Sie meinen Text genau, das habe ich mit Ihrem auch so gemacht.
    Ich sehe nicht, was daran problematisch sein soll, wenn Delfine, die bei der Vorführung nicht mitmachen und deshalb keine Fische zur Belohnung bekommen, erst später ihre restliche Futterration erhalten – wobei sie ja im Nebenbecken betreut und womöglich auch gefüttert werden (das weiß ich aber jetzt nicht genau). Das einzig Interessante ist doch, dass die Gesamtmenge an Futter stimmt. Zu viel wäre dabei genauso schlecht wie zu wenig.
    Wenn Sie dem Tiergarten vorwerfen, dass er Arni und Joker immer noch beherbergt, dann kann ich Sie nur fragen: Was würden Sie denn mit den beiden machen? Kein anderes Delfinarium hat sie bisher aufgenommen. Soll man sie also umbringen? Auf diese Frage habe ich bisher noch nie von einem Delfinariumsgegner eine brauchbare Antwort erhalten.
    Es gibt außerdem keine Vorschrift, dass Arni und Joker Zugang zu einer Freiluftanlage (also der Lagune) haben müssten. Der Platz, den die beiden im Delfinarium II haben, entspricht den gesetzlichen Vorgaben.
    Ihre anderen Behauptungen wurden bereits von anderen Kommentatoren in meinem Blog widerlegt, da kann ich mir also die Mühe ersparen.

  16. Zur Temperaturmessung welche die „Wir-wollen-alle-Delfinarien-schließen“-Truppe um Ortmüller und Morlok als „Argument“ heranzieht, um die Schließung der Nürnberger Lagune herbeizuführen, ist Folgendes zu sagen:

    Die „Truppe“ hat, um Stimmung zu machen, wie schon so oft, eine Momentaufnahme herangezogen und ein Bild von einem Thermometer mit 29,6°C-Anzeige mit einer daneben gestellten Uhr mit dem Datum 25.8. und der Uhrzeit 12:33 ins Netz gestellt und dann behauptet: „Erlaubt ist die Haltung von Delfinen nach den Rechtsgrundlagen aber nur bei bis zu 24 Grad.“

    Dabei bezieht sich die „Truppe“ offensichtlich auf das Gutachten über Mindestanforderungen an die Haltung von Säugetieren des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft von 1996, das sie entweder überhaupt nicht kennt oder dessen Inhalt zur Manipulation der Leser bewusst verschwiegen wird.

    Klar steht da im Kapitel „Wale (Cetacea)“ auf Seite 50 links unten (Zitat): „Die Luft über der Wasseroberfläche muß staubarm sein, eine relative Luftfeuchte von mindestens 60 % und eine Temperatur von 10 bis 24 °C aufweisen.“ (Zitat-Ende) Diese Aussage bezieht sich aber auf INNEN-Räume. INNENRÄUME, liebe Delfinariumsgegner! Und was haben wir in Nürnberg? Na? Eine Lagune! Und die ist DRAUSSEN, wie ProWal auf seiner HP im Zusammenhang mit dem „Beweisfoto“ ja selbst schreibt: „ … im offenen Steinbruch-Delfinarium …“.

    Aber anscheinend verstehen Ortmüller und Morlok in ihrem Eifer selbst nicht, was sie schreiben. Da wird einfach auf die 24°C im Säugetiergutachten verwiesen und mordsmäßig aufgetrumpft: (Zitat) „Delfinschützer der Meeresschutz-Organisationen ProWal und Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) ermittelten heute Mittag (Anmerkung: Am 25.8.2011) im OFFENEN Steinbruch-Delfinarium des Tiergarten Nürnberg Hitzetemperaturen von knapp 30 Grad Celsius während der Delfin-Show direkt an der Wasseroberfläche. Erlaubt ist die Haltung von Delfinen nach den Rechtsgrundlagen aber nur bei bis zu 24 Grad.“ (Zitat-Ende)

    Im Säugetiergutachten, wenn man es denn liest (und das sollte man schon, wenn man damit argumentieren will), wird aber sehr wohl unterschieden, zwischen DRINNEN und DRAUSSEN. So heißt es ebenfalls auf Seite 50 rechts oben, also keine halbe Seite weiter: (Zitat) „Eine Haltung UNTER FREIEM HIMMEL ist nur dann zulässig, wenn die Schwankungen der Luft- und Wassertemperatur für die Tiere verträglich, die Luftqualität unbedenklich und die Wasserbecken eisfrei gehalten werden können.“ (Zitat-Ende) All das ist in Nürnberg gegeben! Was wollen Ortmüller und Morlok also?

    Entweder haben Ortmüller und Morlok keine Ahnung, was nicht für ihre Kompetenz spräche, oder aber sie täuschen die Öffentlichkeit bewusst, was schon kriminelle Züge hätte. Beides Eigenschaften, die ich nicht gerade als Schlüsselqualifikationen für Geschäftsführer von gemeinnützigen(!) Delfin- und Wahlschutzorganisationen ansehe. Ganz besonders schlimm finde ich daher, dass das WDSF (nach Ortmüllers Aussage), vom zuständigen Bundesministerium (BMELV) gebeten worden sei, an der Neufassung der Haltungsrichtlinien für Delfine und Wale in den deutschen Zoos (Säugetiergutachten) mitzuwirken. Ich kann im Sinne von Walen, Delfinen und deren echten Freunden nur hoffen, dass Ortmüllers Aussage nicht der Wahrheit entspricht!

    • @slides-only,
      Gut, dass Sie diese Stellen noch einmal genau zitieren. In meinem Artikel in der „Nürnberger Zeitung“ habe ich natürlich die Tatsachen nur zusammenfassen und immer nur kurze Zitate aus dem Säugetiergutachten bringen können – alles andere hätte den Rahmen eines Beitrags im Lokalteil gesprengt.
      Ich bin auch froh, dass Sie am Ende Ihres Kommentars Vermutungen äußern, die ich zwar seit langem privat auch schon hege, die ich aber beruflich dann doch lieber verschweige.

  17. Damit sich die Leser über die „Mindestanforderungen an die Haltung von Säugetieren“ selbst ein Bild machen können, veröffentliche ich hier den Link.

    http://www.bmelv.de/SharedDocs/Downloads/Landwirtschaft/Tier/Tierschutz/GutachtenLeitlinien/HaltungSaeugetiere.pdf;jsessionid=AE0CEB2E8480B8A22816128417BABBCF.2_cid182?__blob=publicationFile

    Das Kapitel über die Haltung von Walen (Cetaceen) wozu eben auch Delfine gehören, beginnt ab Seite 48. Aber bitte sorgfältig lesen (Es sind nur 5 Seiten!) und erst dann argumentieren.

  18. Es ist unverantwortlich, diese hochentwickelten Tiere in Gefangenschaft zu halten, weil ihnen selbst die elementarsten Grundbedürfnisse vorenthalten werden: In freier Wildbahn leben Delfine in Gruppen von bis zu 100 Tieren zusammen, erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 50 km/h, können bis zu 500 Meter tief tauchen und werden 10 Jahre älter als in Gefangenschaft.
    Auch die Nahrung in Gefangenschaft, nämlich toter Fisch, ist für Delfine nicht „natürlich“, denn in freier Wildbahn fressen Delfine nur lebende Fische, tote meiden sie. Delfine sind akustische Tiere; ihre Kommunikation und Orientierung im Raum erfolgt zum grossen Teil akustisch. Der akustische Ortungssinn ist in Gefangenschaft praktisch nutzlos und verkümmert.

    • @Antonietta,
      bitte nicht schon wieder den schon tausendmal durchgekauten und immer wieder veröffentlichten Copy&Paste-Text. Er wird durch das tausendmalige Posten nicht richtiger.

      • @slides-only,
        Besser ein „gefährliches“ Leben in Freiheit als ein Leben in Gefangenschaft. Der größte Feind der Delfine ist der Mensch. Wenn der Mensch keinen Fisch mehr essen würde, gäbe es keine Treibnetze mehr und weniger Lärm.

    • @Antonietta,
      und dorthin, wo Fangschiffe Lärm machen und Netze Delfine ersäufen, in diese „Freiheit“ willst Du Delfine setzen, welche diese „Freiheit“ noch nie gesehen haben? Das ist, wie wenn man an der Autobahn einen Hund aussetzt. Delfine, welche in DFelfinarien geboren wurden, haben „draußen“ keine Chance. Also, was wollt ihr mit Arnie, Joker, Noah, Sunny, Jenny und Moby machen, falls Nürnberg tatsächlich mal geschlossen werden sollte? Dann seid ihr „Delfinariumsgegner“ nämlich mit eurem Latein am Ende. Wie habt ihr gejubelt, als Soltau geschlossen wurde. Und jetzt meckert ihr rum, weil Arnie und Joker in Nürnberg sind. Euch kann man´s nie recht machen, weil ihr einfach kein Konzept habt und euren Vorbetern gedankenlos nachplappert.

Kommentarfunktion geschlossen.