Sauber ist beautiful

Wenden wir uns nach den süßen kleinen Quolls wieder größeren Tieren zu: den größten überhaupt, den Walen. Auch sie wollen schön sein. Das hat jetzt ein Wissenschaftler-Team der amerikanischen Ozean- und Klimabehörde herausgefunden. Die Forscher beobachteten über zwei Jahre hinweg Schwertwale in der Antarktis. Und nicht nur dort: Sie statteten die Orcas mit Sendern an der Rückenflosse aus, um ihre weiten Meereswanderungen verfolgen zu können. Dabei legen die Riesen der Ozeane unglaubliche Entfernungen zurück und schwimmen bis vor die Küsten von Uruguay und Brasilien.

Und warum tun sie das? Nicht etwa, um sich fortzupflanzen oder zu jagen. Nein, die tausende Kilometer weiten Reisen treten sie ausschließlich der Körperpflege wegen an. Nur sauber ist beautiful, finden diese Tiere anscheinend. Bei den Touren in wärmere Gewässer mit Temperaturen bis zu 24 Grad lösen sich nämlich die eklig-gelblichen Beläge aus Kieselalgen auf der Haut der Wale, und sie können obere Hautschichten abstoßen. Die Haut bildet sich dann nach, und der Wal sieht aus wie neu, so schön wie auf dem Foto.

Mit dieser Art von Schönheitspflege tun die Tiere gleichzeitig etwas für ihre Fitness und damit für ihre Gesundheit. Direkt vorbildlich ist das, uind man sieht mal wieder: Oft können wir Menschen von den Tieren etwas lernen. Mehr jedenfalls, als umgekehrt.