Hier mal ne gute Nachricht

Während in Neuseeland und an der Nordsee Wale gestrandet sind und qualvoll zu Tode kamen, gibt es von anderen Meeressäugetieren Erfreuliches zu berichten: von den Seehunden. Ihre Zahl im Wattenmeer ist auf den bisher höchsten Stand seit Beginn der Zählung im Jahr 1975 gestiegen.

Die Tiere werden vom Flugzeug aus gezählt, wenn sie auf den Sandbänken liegen. Dabei kommt es natürlich vor, dass einige im Wasser schwimmende Seehunde nicht miterfasst werden. Und so muss man die sehr genauen Zahlen, die das Internationale Wattenmeersekretariat in Wilhelmshaven gerade bekannt gegeben hat, wohl sogar noch etwas nach oben korrigieren.

Also: Im August lebten den Mitarbeitern dieser Einrichtung zufolge 24 118 Seehunde im Wattenmeer an den Nordseeküsten von Deutschland, Dänemark und den Niederlanden – neun Prozent als bei der Zählung im Vorjahr. Und: Es gibt nicht nur mehr Seehunde insgesamt, sondern mit 7044 auch mehr Jungtiere; das bedeutet eine Steigerung von acht Prozent gegenüber 2010. Wenn das keine gute Nachricht ist!

Am meisten Seehunde hat man in Schleswig-Holstein entdeckt, gefolgt vom niederländischen Wattenmeer, Niedersachsen und den Wattgebieten rund um Hamburg. Am wenigsten Tiere gibt es in Dänemark. Diese Unterschiede sind aber nicht etwa darauf zurückzuführen, dass manche Länder sich besser oder schlechter um den Bestand kümmern. Verantwortlich dafür sind vielmehr die Tiere selbst, die nicht an einem Ort bleiben, sondern auf Wanderschaft gehen. Auch die Zählung kann Fehler aufweisen, etwa bei schlechter Sicht vom Flugzeug aus. Es gibt deshalb Schätzungen, die von bis zu 35 000 Seehunden im Wattenmeer ausgehen.

1 Kommentar in “Hier mal ne gute Nachricht

Kommentarfunktion geschlossen.