Guten Morgen, Uefa!

Die internationalen Proteste von Tierschützern und verschiedene Medienberichte haben zwar dazu geführt, dass die Ukraine unter Druck geriet mit ihrer unmenschlichen Massentötung von Straßenhunden im Vorfeld der Fußball-EM 2012. Sie hat ein Tötungsverbot verhängt. Die Verantwortlichen sollen außerdem versprochen haben, Tierheime für die Streuner zu bauen oder sie sterilisieren zu lassen. – Doch wer kontrolliert eigentlich, ob sich irgendjemand an das Verbot bzw. die Versprechen hält? Dass das wohl nicht der Fall ist,  haben auch schon viele Kommentatoren in Blogs und Internetforen geschrieben.

Nun hat sich endlich auch der europäische Fußballverband Uefa zu Wort gemeldet. Guten Morgen! Dort „begrüßt“ man das Tötungsverbot, heißt es in einer Meldung der Deutschen Presse-Agentur. Da kann man ja nun wirklich nur noch drüber lachen! Ich befürchte, diese Herren haben sich nach dem „Begrüßen“ auch ganz schnell wieder von dem für sie unliebsamen Thema verabschiedet. Jedenfalls habe ich keine Meldung bei dpa gefunden, dass man bei der Uefa tatsächlich aktiv etwas gegen die grausame Tötungsmaschinerie – ich erspare meinen Lesern ein Foto von in Blutlachen liegenden toten Hunden – unternimmt.

Da fällt mir ein: Beim Grüßen nickt man ja mit dem Kopf – vielleicht haben die hohen Fußball-Herren das Ganze ja einfach nur abgenickt?!

 

 

 

6 Kommentare in “Guten Morgen, Uefa!

  1. Ich habe mich wegen dieses barbarischen Verhaltens an „Vier Pfoten“ gewandt, die mir versicherten, es werde alles unternommen, um mit den einheimischen Tierschutzverbänden – so vorhanden – Streunerhunde zu sterilisieren.
    Das Schlimme ist, dass die Verantwortlichen [z.B. UEFA]diese gräßliche Angelegenheit nach dem Motto behandeln „ich wasche meine Hände in Unschuld“.
    Wäre das nicht etwas für die Vereine, die sich um gut untergebrachte Delfine „sorgen“? Da könnten sie endlich mal was Vernünftiges tun, statt im Delfinkostüm nutzlos vor dem Tiergarten Nürnberg rumzustehen!

    • @Heidi z,
      BRAVO Heidi, der gute Wille von 4 Pfoten wird mit der Masse der Tiere schnell überfordert sein und der angesprochene Verein der Delfinbeschützer wird sich tunlichst zurückhalten, da echte Arbeit gefordert wäre und das ist wohl eher nicht deren Sache.
      Der Aufschrei der Menschen muß bei den Verantwortlichen ankommen.

      • Wir „nutzlosen Delfinschützer“ scheuen uns keineswegs vor echter Arbeit. Neben unserer(n) Aufklärungsarbeit, Kampagnen, Infoständen, Demos, Flyerverteilaktionen, Seminaren und vielem mehr, engagieren sich sehr viele von uns auch im praktischen Tierschutz, zum Beispiel helfen wir im Tierheim oder auf dem Gnadenhof mit. Selbstverständlich setzen wir uns nicht nur für Delfine ein, sondern für alle Tiere – vor allem für die Tiere, die in der Nahrungs- und Bekleidungsindustrie ausgebeutet werden. Auch endet der Einsatz nicht bei Tieren, sondern auch Menschenrechte sind den meisten von uns ein Anliegen. Voneinander trennen lässt sich dies ohnehin nicht, da sich die Ernährung unmittelbar auf die Umwelt und die Welternährungssituation auswirkt. Aber immer wieder interessant, wie Außenstehende meinen, sich ein Bild von einer Gruppe von Menschen bilden zu können, die sie nicht einmal kennen. Was tun Sie denn für die Tiere? Und finden Sie wirklich „gut untergebracht“ ist die passende Bezeichnung für Delfine, die in enge Betonbecken eingepfercht werden, unnatürliche Kunststücke zur Belustigung der Besucher aufführen müssen und reihenweise erkranken und wegsterben?

  2. Die Ukraine tötet, entgegen anderslautender Berichte auf brutalste Weise weiter, auch wenn behauptet wird, man würde Tierheime für die Hunde bauen. Wo sollen die denn auf einmal herkommen? Übrigens, das Gleiche passiert jetzt auch in Rumänien, durch einen Parlamentsbeschluß gesetzlich sanktioniert!!

  3. Seit 1986 arbeite ich ehrenamtlich für Tiere. Ich habe die härtere Variante gewählt: Massentierhaltung, Tierversuche, Pelztierzucht, Delfinarien. Das hat viel Zeit, Geld, Nerven und Seelenfrieden gekostet. In all den Jahren habe ich geradezu ständig erlebt, dass uns Menschen belehren, was wir zusätzlich oder verstärkt tun sollen. Kein einziges Mal war jemand dabei, der selbst bereit war, Zeit, Geld usw. einzusetzen. Es handelte sich immer um selbst ernannte Besserwisser, die nur mit ihrem Mundwerk tätig waren.

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