Die Rekorde purzeln immer schneller

In der Tierwelt überschlagen sich die Rekorde: Erst im Dezember haben Forscher den angeblich kleinsten, in Papua-Neuguinea neu entdeckten Frosch der Welt präsentiert, der nicht länger als 8,5 bis 9,3 Millimeter lang wird. Sie gaben ihm den klangvollen Namen „Paedophryne dekot“ und „paedophryne verrucosa“.

Doch Rekorde sind schließlich da, um eingestellt zu werden. Und so haben jetzt Wissenschaftler einen Frosch im Tropenwald von Papua-Neuguinea gefunden, der nur sieben bis acht Millimeter lang wird und damit wirklich das winzigste Wirbeltier der Welt sein soll. Diesen kleinen Gesellen – um mal einen Lieblingsbegriff von Bernhard Grzimek zu verwenden – haben sie „Paedophryne amauensis“ getauft, frei nach dem Dorf Amau, wo sie dem Tierchen auf die Spur kamen. Zum Größenvergleich sitzt er auf diesem Foto auf einer amerikanischen Zehn-Cent-Münze. Der Winzling kann außer mit seiner (nicht vorhandenen) Größe noch mit einer weiteren Besonderheit auftrumpfen: Er kann schrille Schreie ausstoßen. Allerdings geht ihm dabei schnell die Puste aus und er muss erst wieder Energie auftanken, bevor er weiterquaken kann.

Tja, ich bin mal gespannt, wie lange dieser Rekord hält. Wahrscheinlich macht sich in Papua-Neuguinea schon der nächste Forscher auf die Frosch-Suche.