Erforschung der Mensch-Tier-Beziehung

In Wien eröffnet demnächst ein neues Forschungszentrum mit einem interessanten Ansatz: Das Messerli-Institut will den Geheimnissen der Beziehung zwischen Mensch und Tier auf die Spur kommen. Seinen Namen hat es von der Schweizer Messerli Stiftung, durch die es im Großen und Ganzen finanziert wird. Gearbeitet wird unter Federführung der Vetmeduni Vienna zusammen mit der Meduni Wien und der Uni Wien. In dem Institut geht es um die verschiedensten Aspekte der Mensch-Tier-Beziehung, etwa Tierschutz, Ethik, Recht, Biologie oder auch Medizin. Themen also, die ich auch in diesem Blog immer wieder streife.

Ziel der Arbeit an dem Institut ist ein besseres Verständnis der vielfältigen Beziehungen zwischen Menschen und Tieren. Daraus resultierend soll es Orientierungshilfen für einen vertretbaren Umgang der Menschen mit Tieren geben – und das alles auf wissenschaftlicher Basis. Dafür wird unter anderem erforscht, wie Tiere fühlen – und sogar, wie sie denken. Angelaufen sind bereits verschiedene Untersuchungen mit Hunden und Keas (eine neuseeländische Papageienart), bei denen zum Beispiel der Umgang mit früheren Erfahrungen, das Erkennen von sozialen Zusammenhängen, die technische Intelligenz und der Einsatz von Werkzeugen getestet werden.

Ganz am Anfang steht die Forschung noch bei der Frage, welche Gefühle Tiere entwickeln können. Gibt es für sie außer Furcht und Freude auch andere Emotionen, die möglicherweise an das heranreichen, was wir beim Menschen unter Empathie verstehen? – Ich glaube, man darf gespannt sein, was man in Zukunft aus dem Messerli-Institut an Forschungsergebnissen zu hören bekommt.