Was Forscher so alles entdecken

Na, das hat uns gerade noch gefehlt: In Portugal haben Forscher jetzt einen Riesen-Silberfisch entdeckt. Drei Zentimeter ist das Viech groß, misst man die Fühler an Kopf und Hinterleib dazu, kommt man sogar auf ungefähr zehn Zentimeter. Der Monster-Silberfisch darf sich „größtes unter der Erde lebendes Insekt Europas“ nennen, heißt es in einer Agenturmeldung.

Als ich diesen Satz lese, bin ich dann doch beruhigt: Wenn sie unter der Erde leben, drohen uns diese Lebewesen also nicht in Hotel-Badezimmern im Mittelmeerraum, wo man ja manchmal das eine oder andere nette Tierchen antreffen kann. Nein, der Riesen-Silberfisch wurde bisher von seiner Entdeckerin Ana Sofia Reboleira nur in vier Höhlen in der Algarve gesichtet. Und was mich besonders freut: Der Zeitgenosse mit dem klangvollen Namen Squamatinia algharbica verlässt seine Höhle nicht. Denn nur dort kann er überleben.

Er ist übrigens auch nicht mit den bei uns bekannten, nicht mal einen Zentimeter großen  Silberfischchen verwandt, sondern er wird einer ganz neuen Art und Gattung zugeordnet. Man geht davon aus, dass der Riesen-Silberfisch vor Urzeiten einmal unter der Erde Zuflucht gesucht hat und dort die wechselnden Klimaepochen überleben konnte. Für die Wissenschaft ist er damit ein „biogeographisches Relikt“. Na gut, dieser schöne Titel sei ihm gegönnt.

 

2 Kommentare in “Was Forscher so alles entdecken

  1. Wobei ganz so schlimm ist das mit den 10 Zentimetern auch nicht, die erreicht der Kleine nämlich nur inklusive Fühler und Schwanz. Der Körper alleine hat gerade einmal gut drei Zentimeter, das schafft ein Hirschkäfer auch…
    Im Bett will ich so einen aber trotzdem nicht haben!

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