Es lebe der Kaiserpinguin!

Selten kann ich an dieser Stelle über richtig gute Nachrichten aus der Tierwelt schreiben. Heute aber gibt es endlich mal wieder einen Anlass: Ein Team aus englischen Polarforschern und Geografen hat jetzt herausgefunden, dass die Zahl der in der Antarktis lebenden Kaiserpinguine doppelt so hoch ist als man bisher glaubte. Die Wissenschaftler haben dafür hochaufgelöste Satellitenbilder ausgewertet. Dabei gingen sie so vor, dass sie von der Zahl der Brutpaare auf dem Eis auf den Gesamtbestand hochrechneten. Auf diese Weise kamen sie immerhin auf rund 595 000 Exemplare dieser größten Pinguinart. Die Vögel können bis zu einem Meter groß werden und bringen dann etwa 30 Kilogramm auf die Waage.

Bei dieser umfassenden ersten Zählung anhand von Satellitenbildern stieß das Forscherteam auf insgesamt 44 Kaiserpinguin-Kolonien; sieben davon waren vorher nicht bekannt gewesen. Die Forscher haben sich bei der Zählung nicht ausschließlich auf die Satellitenbilder verlassen. Die Ergebnisse wurden vielmehr mit Zählungen am Boden abgeglichen. Aber weil mit den Satellitenbildern auch weit abgelegene Gebiete erfasst werden können, die wegen extrem niedriger Temperaturen von unter minus 50 Grad sonst kaum erreichbar sind, hat man nun eine größere Sicherheit bei den Zählungen erreicht. Und noch einen Vorteil hat diese Methode: Sie ist schonend für die Umwelt.