Der Wolf ist tot!

Das ist ja mal wieder unmöglich gelaufen: Der Wolf, der während der letzten Wochen durch die Medien als „Westerwald-Wolf“ bekannt wurde, ist tot. (Das Foto rechts stammt vom Naturschutzbund NABU.)

Es war das erste Mal seit mehr als 130 Jahren, dass im Westerwald wieder ein Wolf auftauchte. Spaziergänger hatten das Tier Ende März entdeckt und auch gleich fotografiert. Seitdem kam der Wolf allerdings kaum noch zur Ruhe. In verschiedenen Gegenden in Ostdeutschland haben sich Wölfe seit dem Jahr 2000, als die ersten Exemplare dort gesichtet wurden, mittlerweile wieder ansiedeln können. Ungefähr 100 Tiere leben dort zurückgezogen in den Wäldern.

Doch im Westerwald (Rheinland-Pfalz) musste auf einen einsamen Wolfsrüden unbedingt Jagd gemacht werden. Angeblich allerdings nicht von offizieller Seite. Der Landesjagdverband hat es sogar bedauert, als das Tier erschossen aufgefunden wurde. Die Jäger haben in dem Revier keine Jagd veranstaltet, nicht einmal die zuständigen Jagdpächter waren dort anwesend. Der Landesjagdverband hält den Vorfall für äußerst dubios. Wölfe sind seit 1990 in Deutschland geschützt. Weil es sich deshalb um einen schwerwiegenden Verstoß gegen das Naturschutzgesetz handelt, hat der Verband sogar eine Belohnung ausgesetzt für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen. Und auch die Polizei ermittelt.

Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass dieser Fall tatsächlich aufgeklärt wird. Genauso wenig wie es eine Antwort darauf geben wird, warum das Tier sterben musste.

7 Kommentare in “Der Wolf ist tot!

  1. Nach dem Bild habe ich meine Zweifel, ob das wirklich ein Wolf ist. Höchstens ein Mischling.

    Ist es ein wildernder Hund, so darf er als Raubzeug geschossen werden. So eindeutig ist die Sache also nicht.

    • @Susanne,

      Wer will sich schon freiwillig dem Shitstorm wildgewordneter Naturschützer aussetzen? Der Terror der selbstgerechten Besserwisser aller Arten in Deutschland ist heute ja schon unerträglich.

    • @Susanne,

      Ups. Ich finde, da muss jetzt unbedingt 30 KM/H auf der Brennerautobahn angeordnet werden. Damit in Zukunft die Bären von Naturschützern über die Autobahn getragen werden können. Wie bei den Fröschen.

      SARK aus.

  2. Die Todesserie unter Wildtieren hält an. Gerade lese ich beim WWF, dass in der Nähe von Lübeck zwei Seeadler vergiftet wurden.

    Erschossen, überfahren, vergiftet – was kommt als Nächstes?

  3. Zu „erschossen, überfahren und vergiftet“ kommt nun noch „von Zug angefahren“ … Der Bär M13 wurde offenbar von einem Zug angefahren, hat aber (wahrscheinlich) überlebt.
    Mensch und Wildtier sind einfach nicht „kompatibel“.

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