Fukushima und die Folgen

Was viele längst befürchtet haben, ist nun von Wissenschaftlern nachgewiesen worden: Radioaktiviät aus dem japanischen Unglücksreaktor Fukushima ist von Tieren bis an die Kalifornische Küste transportiert worden. Um das zu beweisen, haben die Forscher Blauflossenthunfische vor San Diego untersucht. Diese Wanderfische überwinden die fast 10 000 Kilometer weite Strecke von Japan nach Kalifornien.

Die Wissenschaftler sind bei ihren Messungen erschrocken, als sie erhöhte Werte von radioaktiven Stoffen in den Thunfischen fanden, und zwar sowohl von Cäsium 134 als auch von Cäsium 137. Blauflossenthunfische werden bis zu drei Meter lang und können um die 450 Kilo auf die Waage bringen. So große Fische sind eigentlich in der Lage, radioaktive Substanzen abzubauen. Dass die Belastung trotzdem nachweisbar war, beunruhigt die Forscher nun. Sie beabsichtigen deshalb, weitere Untersuchtungsreihen mit Thunfischen durchzuführen.

Die Wissenschaftler geben allerdings Entwarnung für den Menschen: Die Belastungswerte der untersuchten Fische liegen unter den Grenzwerten, die von der US-Regierung und der japanischen Regierung festgelegt wurden. – Ob das wirklich eine Beruhigung sein kann? Da habe ich persönlich meine Zweifel.