Noch mehr Arten auf der Roten Liste

So nett Geschichten über feige Zuchtbullen oder ungebetene Hausgäste auch sein mögen – heute heißt es erst mal, zum Ernst des Lebens zurückzukehren. Und der dreht sich im Vorfeld des UN-Gipfels für Nachhaltigkeit in Rio de Janeiro um gefährdete Tiere und Pflanzen. Die Weltnaturschutzunion IUCN, das weltweit größte Netzwerk staatlicher und nichtstaatlicher Umweltorganisationen, hat ihre aktualisierte Rote Liste vorgelegt. Die zeigt leider einen negativen Trend: Die Zahl der bedrohten Tiere und Pflanzen ist trotz aller Schutzbemühungen weiter angestiegen.

Laut IUCN sind von den 64 000 untersuchten Tier- und Pflanzenarten derzeit fast 20 000 vom Aussterben bedroht. Die aktuellen Zahlen sehen folgendermaßen aus: Die Liste der bedrohten Arten führen die Amphibien an, von denen 41 Prozent betroffen sind. Bei den Korallen sind es 33 Prozent, bei den Säugetieren 25 Prozent, bei den Vögeln 13 Prozent. Neu in die Liste aufgenommen wurden unter anderen der Caqueta-Springaffe, der Tintenfisch Sepia apama, der Netz-Peitschenschwanz-Rochen, der Große Feuerfalter, der Rotkehl-Brilliantkolibri, der Rote Fruchtvampir (oben im Bild zu sehen) und der Python bivittatus.