Jata und Istar – zwei neue Stars

Der Tiergarten Nürnberg kann sich über Nachwuchs bei einer Tierart freuen, die in freier Natur als stark gefährdet gilt: Bei den Schneeleoparden kamen am 21. April zwei weibliche Jungtiere zur Welt. Bei der Geburt brachten die Katzenbabys gerade mal etwa ein halbes Kilo auf die Waage; inzwischen haben sie kräftig zugelegt und wiegen ungefähr sechs Kilogramm. Die Zootierärzte haben sie in der vergangenen Woche untersucht und gegen Tollwut, Katzenseuche und Katzenschnupfen geimpft.

Die jungen Schneeleoparden wurden auf die Namen Istar und Jata getauft. Ihre Mutter ist Pia, die seit 2004 im Tiergarten Nürnberg lebt, ihr Vater Indra kam 2006 nach Nürnberg. Pia und Indra haben vor zwei Jahren schon einmal für Nachwuchs gesorgt. Die Jungen von damals sind an Zoos in Schweden und Indien abgegeben worden. Wegen ihrer Gefährdung in freier Natur versuchen Zoos, Schneeleoparden im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms EEP zu züchten und so einen Beitrag zu leisten, um die Art zu erhalten.

Schneeleoparden leben in Freiheit in den Hochgebirgen von Zentralasien. Ihre Lebensräume liegen in einer Höhe zwischen 1000 und 5500 Metern. Man geht davon aus, dass es noch zwischen 3500 und 7500 Exemplare dieser Tierart gibt. Schneeleoparden, die man auch Irbisse nennt, können dank ihres langen, dichten Fells Temperaturschwankungen von minus 40 Grad im Winter bis 40 Grad im Hochsommer verkraften. Doch dieses schöne Fell wird ihnen auch zum Verhängnis, denn es führt dazu, dass viele Schneeleoparden Opfer von Wilderern werden. Der illegale Handel mit Schneeleoparden-Pelz bringt hohe Gewinne ein.

Bisher wurden die zwei kleinen Schneeleopardenbabys im Tiergarten Nürnberg hinter den Kulissen und abgeschirmt von der Öffentlichkeit gehalten. Nun können die Besucher Istar und Jata zusammen mit ihrer Mutter Pia in ihrem Gehege bewundern.