Tierquälerei auf Facebook

Es ist unglaublich, welchen Unfug manche Menschen mit Facebook treiben. Jetzt haben vietnamesische Soldaten das soziale Netzwerk missbraucht, um Fotos von einer widerwärtigen Tierquälerei zu veröffentlichen. Mein Blog-Beitrag erscheint in diesem Fall ausnahmsweise ohne Foto.

Was ist passiert? Die Soldaten haben den Bewohnern eines Dorfes zwei grauschenklige Kleideraffen abgekauft und diese dann unsäglich grausam gequält. Als die Tiere immer noch lebten, gaben sie den Bewohnern schließlich Geld, damit sie die Affen umbrachten. Und alles wurde mit Fotos auf Facebook dokumentiert. Immerhin führte der Vorfall zu empörten Reaktionen und dazu, dass drei Soldaten aus ihrer Einheit entlassen wurden und acht eine Verwarnung erhielten. Drei Dorfbewohner wurden wegen Wilderei festgenommen.

Die grauschenkligen Kleideraffen gehören nach Darstellung der Umweltschutzorganisation WWF zu den vom Aussterben bedrohten Arten. Aber vom Aussterben bedroht oder nicht, das ist in diesem Fall eigentlich nicht der Punkt. Denn Tierquäler wie die vietnamesischen Soldaten sind in meinen Augen krank. Und dass derartige Grausamkeiten erst einmal ungefiltert auf Facebook erscheinen können, halte ich auch für mehr als problematisch.