Was bringen solche Studien?

Wer sich kalorienarm ernährt, lebt gesünder. Lebt er deshalb aber auch länger? Darauf hat die Wissenschaft bisher keine Antwort – zumindest, was diese Frage in Bezug auf Menschen betrifft. Bei Affen dagegen hat man jetzt herausgefunden, dass eine jahrelange Diät sich nicht positiv auf die Lebenserwartung auswirkt.

US-Wissenschaftler haben eine 23 Jahre lang dauernde Studie mit Rhesusaffen abgeschlossen. Die Primaten wurden über diesen Zeitraum auf Diät gesetzt. Bei Mäusen und Ratten hatten solche Versuche vorher tatsächlich schon mehrmals eine lebensverlängernde Wirkung. Nun wollten die Forscher herausfinden, ob es sich bei Primaten – also den nächsten Verwandten des Menschen – auch so verhält.

Im Duchschnitt werden in Gefangenschaft lebende Rhesusaffen bei herkömmlicher Fütterung 27 Jahre alt, manche können auch ein Alter von 40 Jahren erreichen. Bei der Langzeitstudie bekamen sowohl ältere als auch jüngere Rhesusaffen eine Kost mit 30 Prozent weniger Kalorien. Auf ihre Lebensdauer wirkte sich das jedoch nicht aus – weder Männchen noch Weibchen wurden älter als die normal gefütterten Tiere.

Gesundheitliche Vorteile brachte die Diät den Affen allerdings schon: Sie bekamen später als ihre Artgenossen Alterskrankheiten, und auch Krebs trat bei ihnen seltener auf.

Eine derartige Studie ist allerdings noch nicht aussagekräftig. Das räumen die Wissenschaftler indirekt auch ein, indem sie darauf hinweisen, dass eine weitere Studie mit Rhesusaffen noch nicht abgeschlossen sei, deren erste Ergebnisse aber darauf hindeuten, dass eine Kalorienreduktion das Leben der Affen durchaus verlängert. – Wir müssen uns also darauf einstellen, dass die Forschung in diesem Bereich noch lange Zeit weiterlaufen wird. Ob die Resultate solcher Studien wirklich irgendwem weiterhelfen, wage ich allerdings zu bezweifeln.

1 Kommentar in “Was bringen solche Studien?

  1. Mal nur rein logisch betrachtet. Die Lebenserwartung bleibt gleich, aber die Tiere mit reduzierter Ernährung haben aber weniger/später Alterserkrankungen und auch weniger Krebs. Wenn das so ist, müssten die Tiere mit reduzierter Ernährung ja an anderen tödlichen Krankheiten wesentlich mehr leiden, wenn die Lebenserwartung gleich bleibt. Was sind denn das dann für Krankheiten? Die werden ja nicht alle Selbstmord begannen haben, nur dass die Statistik wieder stimmt.

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