Moby macht sich stark für Moby

Die Organisation für Tierrechte PETA kämpft bekanntlich weltweit gegen Delfinarien und protestiert seit Jahren auch gegen das Delfinarium des Nürnberger Tiergartens und die Delfinlagune. Jetzt hat PETA einen populären Mitstreiter gefunden, der sich für die Befreiung des ältesten Delfins in der Lagune, den 52-jährigen Moby, stark macht: den US-amerikanischen Musiker und DJ Richard Melville Hall, besser bekannt als Moby. Moby ist nicht nur Musiker und Musikproduzent, er setzt sich auch für Tierrechte ein und lebt vegan.

Der Namensvetter von Delfin Moby hat im Einvernehmen mit PETA einen Brief an den Direktor des Tiergartens, Dag Encke, geschrieben. „Meine Freunde von PETA haben mich darüber informiert, dass in Ihrem Zoo in Nürnberg der 52 Jahre alte Delfin Moby seit nunmehr 40 Jahren eingesperrt ist, aber keinen Ruhestand bekommt“, heißt es darin. Moby war 1971 im Golf von Mexico gefangen worden und gelangte über den Duisburger Zoo in den Tiergarten Nürnberg. Er hat dort mehrfach für Nachwuchs gesorgt.

Der Musiker Moby kritisiert die Haltung von Moby „in engen Betonbecken“ ebenso wie in der „so genannten Lagune“ und wirft dem Zoo vor, dass das Tier trotz seines hohen Alters täglich noch mehrere Delfinshows für die Zoobesucher absolvieren müsse. Am Ende des Briefes appelliert Moby an den Tiergartendirektor: „Sehr geehrter Herr Encke, Delfin Moby verdient einen Ruhestand in Ruhe! Für eine Auswilderung ist er leider zu alt, aber möglicherweise noch fit genug, um in einer abgeschlossenen Meeresbucht zu leben – bitte lassen Sie dies von unabhängigen Experten prüfen und bringen Sie Moby dahin zurück, wo er herkommt – in den Ozean.“

Ich möchte die Aktion hier nicht weiter kommentieren – der Brief enthält keine neuen Argumente. Zum Thema Delfinhaltung in Nürnberg wurde hier im Blog schon heftig diskutiert. Vielleicht gibt der Brief von Moby Anlass zu neuen Diskussionen.

 

4 Kommentare in “Moby macht sich stark für Moby

  1. Das ist doch nur ein PR-Gag eines unbekannten Amerikaners, der weder Nürnberg noch Delfin-Senior Moby kennt und sich nur aufgrund seines Namens vor die peta-Karre spannen lässt. Eine ganz primitive Masche.

  2. Es ist unverantwortlich, diese hochentwickelten Tiere in Gefangenschaft zu halten, weil ihnen selbst die elementarsten Grundbedürfnisse vorenthalten werden: In freier Wildbahn leben Delfine in Gruppen von bis zu 100 Tieren zusammen, erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 50 km/h, können bis zu 500 Meter tief tauchen und werden 10 Jahre älter als in Gefangenschaft.
    Auch die Nahrung in Gefangenschaft, nämlich toter Fisch, ist für Delfine nicht „natürlich“, denn in freier Wildbahn fressen Delfine nur lebende Fische, tote meiden sie. Delfine sind akustische Tiere; ihre Kommunikation und Orientierung im Raum erfolgt zum grossen Teil akustisch. Der akustische Ortungssinn ist in Gefangenschaft praktisch nutzlos und verkümmert.

    • @Antonietta,
      Meines Wissens leben Große Tümmler in Schulen von 2 bis 15 Individuen (meist 5 Individuen). Sie schreiben 100! Lügen Sie, oder wissen Sie es nicht besser?
      Sie schreiben, dass freilebende Delfine 10 Jahre älter werden als Delfinarien-Delfine. Freilebende Delfine werden im Schnitt 25 Jahre alt, Moby ist schon mehr als doppelt so alt. Lügen Sie, oder wissen Sie es nicht besser?
      Sie schreiben, dass Delfine nur lebenden Fisch fressen. Meines Wissens „pflücken“ Delfine auch tote Fische beispielsweise von Longlines. Lügen Sie, oder wissen Sie es nicht besser?
      Warum sollte der akustische Ortungssinn verkümmern? Delfinarien-Delfine können ihren akustischen Ortungssinn auch in Delfinarien sehr wohl einsetzen. Lügen Sie, oder wissen Sie es nicht besser?
      Warum verbreiten Sie hier Falschmeldungen? Wollen Sie in der Hierarchie der Delfinarien-Hasser-Gruppen auf diese Weise die nächste Stufe der „Erleuchtung“ erreichen?

    • @Antonietta,
      Sie weiß es besser, aber es macht ihr nichts aus die Menschen zu belügen. Seit Jahren schreibt diese Frau unter verschiedenen Namen ihre Kommentare zum Tierschutz, dabei hart an der Seite der Tierrechtler und der Tierschutzpartei. Ihre Kanditatur hat ja nichts gebracht.

Kommentarfunktion geschlossen.