Tödliche Folgen von Genmais

Viele Menschen haben Angst davor, was gentechnisch veränderte Lebensmittel anrichten könnten. Unbegründet ist das nicht, wenn man sich das Ergebnis einer neuen Studie anschaut: Französische Forscher haben herausgefunden, dass Ratten, die mit gentechnisch verändertem Mais gefüttert wurden, früher sterben und häufiger Krebs bekommen.

Die Wissenschaftler haben 200 Ratten über einen Zeitraum von zwei Jahren beobachtet. Eine Gruppe bekam Genmais zu fressen, eine andere Genmais, der mit einem Pestizid behandelt worden war, eine dritte Gruppe herkömmlichen, ebenfalls mit dem Pestizid behandelten Mais. Der Mais machte dabei 11 Prozent des Gesamtfutters aus – dieser Anteil entspricht den Ernährungsgewohnheiten von Menschen in den USA. So wurde die langfristige Auswirkung von Genmais und Pestiziden auf die Gesundheit gleichzeitig getestet.

Nach knapp eineinhalb Jahren waren bei dem Versuch von den mit Genmais gefütterten Ratten fünfmal mehr Tiere tot als bei der Vergleichsgruppe. Die weiblichen Ratten bekamen meistens Brustkrebs, die männlichen Haut- oder Nierentumore.

Die Studie hat bereits zu neuen Diskussionen über die Zulassung von Genpflanzen in der EU geführt. Grünen-Abgeordnete aus Frankreich verlangen zum Beispiel, dass die Zulassungen für eine gentechnisch veränderte Mais- und eine Kartoffelsorte in Europa wieder aufgehoben werden. Der für die Studie verwendete Genmais ist in Europa für den Anbau nicht zugelassen, für die Verwendung in Tierfutter und Lebensmitteln aber schon.

2 Kommentare in “Tödliche Folgen von Genmais

  1. Hallo uwo,

    In der Studie wurde 11, 22 und 33% Genmais gefüttert – Du scheinst sie nicht wirklich gelesen zu haben.
    Dazu gab es für einige Gruppen noch bis zu 2g/l Roundup ins Wasser – in welcher Gruppe sind wohl die meisten gestorben? Und wirklich am Mais oder an der Chemie?

    Google mal nach Ratten + Tumore . Du wirst bestimmt in den Haustierforen fündig wie oft die Kuschelratten an Tumoren leiden und eingehen – auch ohne (!) Genmais.

    Es sind „5 Mal mehr Ratten gestorben in den Testgruppen“ – im Artikel steht unter Mortality „30% control males (three in total) and 20% females (only two) died spontaneously“ für die Kontrollgruppe.

    Fünfmal mehr wären dann 10 Weibchen und 15 Männchen. Das stelle ich mir schwierig vor da nur 10 Ratten in der Referenzgruppe waren.

    Max

    • @Max,

      vielen Dank für den ausführlichen Kommentar. Ich habe heute in meinem Blog noch einen aktuellen Beitrag zu der Studie geschrieben, die unter Forschern umstritten ist.

Kommentarfunktion geschlossen.